Archiv für November, 2008
29.11.08

Erkennen des Arbeitssinns steigert Umsatz

- Unternehmen/Finanzen -

Bedeutung der Mitarbeiterschulung empirisch belegt

Sich erinnern, was man am Job gern hat, hilft auch Kunden und Unternehmen (Foto: pixelio.de/Altmann)

Edmonton/Wien (pte/28.11.2008/17:30) - Mitarbeiter sind zufriedener, gesünder und produktiver, wenn sie sich über den Sinn ihrer Arbeit im Klaren sind. Das haben kanadische Psychologen der University of Alberta http://www.ualberta.ca gezeigt. Sie entwarfen ein eintägiges Motivationstraining für 24 Angestellte aus dem Pflegebereich sowie fünf weitere Kurzeinheiten und erhoben die Auswirkungen der Maßnahme auf Arbeitsklima und Unternehmenserfolg. Neben der Zufriedenheit am Arbeitsplatz stieg in Folge auch der Umsatz des Unternehmens, da die Mitarbeiter seltener krank waren. Ziel des von den Wissenschaftlern angebotenen Workshops war es, dass die Teilnehmern persönliche Aktionsziele entwerfen und dabei den Arbeitsgeist verbessern. So wurden sie etwa gefragt, den tieferen Sinn ihrer Arbeit, die Formen ihrer Dienstbereitschaft und Wertschätzung sich und anderen gegenüber sowie Strategien zum Setzen von Grenzen zu formulieren. Infolge dieser Maßnahme stieg die Teamarbeit, die berufliche Zufriedenheit und die Arbeitsmoral sprunghaft. Gleichzeitig gab es Einsparungen durch weniger krankheitsbedingte Abwesenheiten, die in den fünf Folgemonaten 12.000 Dollar ausmachten - verglichen mit dem Jahr davor. Die Angestellten konzentrierten sich mehr auf die von ihnen betreuten Patienten, sagt Studienleiter Val Kinjerski. “Sie waren sich stärker bewusst, dass ihre Aufgabe der Dienst an den Patienten war.” Diese Dienstbereitschaft sei besonders in der Pflege, jedoch auch in allen anderen Arbeitsbereichen notwendig, betont der kanadische Wissenschaftler. “Coaching der Mitarbeiter ist in ähnlicher Form vor allem in Sozialberufen verbreitet, in anderen Bereichen ist es noch wenig etabliert”, berichtet der Wiener Psychologe Andreas Fida-Taumer www.arbeitspsychologie.co.at im pressetext-Interview. Verbreitet seien einerseits Angebote zur Stärkung der Arbeitnehmer, die Themen wie Fitness, Ernährung oder Stressbewältigung behandeln, andererseits Maßnahmen für ein besseres Verhältnis der relevanten Gruppen oder des Arbeitsklimas. “Die Arbeitsumgebung wird dabei nach krankmachenden Faktoren durchleuchtet oder Modelle und Struktur der Arbeit überprüft”, so der Arbeitspsychologe. Mitarbeiterschulungen seien individuell nach Betrieb vorzunehmen, daher sei in deren Vorfeld eine Analyse der Problemfelder sinnvoll. Ob Mitarbeiter Schulungen erhalten, entscheidet oft die Unternehmensgröße. Betriebe mit mehr als 50 Mitarbeitern sind in Österreich seit der Novellierung des Arbeitnehmerschutzgesetzes verpflichtet, Präventivmaßnahmen für ihre Mitarbeiter anzubieten. “Bei kleineren Betrieben gibt es jedoch kaum Bewusstsein für die positiven Auswirkungen solcher Maßnahmen”, so Fida-Taumer. Es sollte Vorgesetzte alarmieren, wenn sich Stresssymptome bei den Mitarbeitern häufen oder wenn der Betriebsrat entsprechende Maßnahmen zur Besserung des Arbeitsklimas fordert. “Von einem guten Arbeitsklima profitiert nicht zuletzt Image und Kundenkommunikation eines Unternehmens”, so Fida-Taumer abschließend. (Ende)

Aussender: pressetext.austria Redakteur:

Johannes Pernsteiner email: pernsteiner@pressetext.com Tel. +43-1-81140-316

29.11.08

Sozialer Aktivismus verlagert sich ins Web

- Medien/Kommunikation -

US-Bürger spendeten 2007 rund 10,4 Mrd. Dollar online

Für Greenpeace sind Online-Aktivitäten heute selbstverständlich (Foto: greenpeace.de)

New York (pte/29.11.2008/06:05) - Sozialer Aktivismus verlagert sich im Internetzeitalter zunehmend ins Web. Seine Verfechter organisieren mittlerweile Demonstrationen auf dem Online-Videoportal YouTube, initiieren virtuelle Spendensammlungen und nutzen Soziale Netzwerke wie Facebook, um die Welt mit ihren Anliegen zu konfrontieren. “Die nächste Evolutionsstufe der Philanthropie liegt im Web”, erklärt Ted Hart, Co-Autor des Buchs “People to People Fundraising: Social Networking and Web 2.0 for Charities”, gegenüber CNN. Besonders im Bereich des Sammelns von Spendengeldern habe sich das Netz inzwischen zu einem entscheidenden Instrument für Non-Profit-Organisationen (NPOs) entwickelt. Die US-amerikanische Bevölkerung habe alleine im Jahr 2007 an die 10,4 Mrd. Dollar im Internet gespendet. Vor sechs Jahren seien über diesen Weg lediglich 550 Mio. Dollar an Spendengeldern lukriert worden, schildert Hart. Das Internet spielt in diesem Zusammenhang vor allem seine enorme Reichweite als wesentlichen Vorteil aus. “Das Web macht es NPOs wesentlich leichter, so viele Menschen wie möglich mit ihren Anliegen zu erreichen. Ein persönliches Treffen könnte das niemals leisten”, stellt Nicole Wickenhauser, Sprecherin der US-NPO WaterPartners International http://www.water.org , fest. Erst kürzlich habe die Organisation eine globale Kampagne im Internet gestartet, die eine Bereitstellung von sicherem Trinkwasser in Entwicklungsländern zum Ziel hat. Für diese Aktion sei man bewusst nicht den traditionellen Weg gegangen. “Wir haben uns dafür entschieden, die Kampagne online zu starten. Dadurch haben wir eine Menge Geld und Zeit gespart”, betont Wickenhauser. Die Online-Aktion habe zudem eine enorme Resonanz rund um den Globus ausgelöst. “Während der Durchführung der Kampagne verzeichneten wir auf unserer Seite einen Traffic, der zweimal so groß war wie die üblichen Durchschnittswerte”, merkt Wickenhauser an. “Dass das Internet für Aktivitäten im Bereich des sozialen Aktivismus zunehmend an Bedeutung gewinnt, kann ich nur bestätigen”, meint Volker Gaßner, Leiter des Bereichs Presse und New Media bei Greenpeace Deutschland http://www.greenpeace.de , im Gespräch mit pressetext. Wie viel Mobilisierungspotenzial im Web stecke, habe erst kürzlich der Präsidentschaftswahlkampf in den USA gezeigt. “Besonders das Web 2.0 bietet zahlreiche Möglichkeiten, um Unterstützer für die eigene Sache zu finden”, erläutert Gaßner. Greenpeace sei deshalb auf allen großen sozialen Plattformen im Netz vertreten. “Zudem sind wir gerade dabei, eine eigene Mitmach-Plattform zu gründen, auf der wir Leute suchen wollen, die sich aktiv an unseren Projekten beteiligen”, ergänzt der Greenpeace-Sprecher. Die entsprechende Seite namens “greenaction.de” werde voraussichtlich bereits im kommenden Frühjahr online gehen. Die unglaublich große Reichweite des weltweiten Netzwerks sei aber nur ein Vorteil, dem das Internet dem sozialen Aktivismus zu bieten habe. “Auch der Zeitfaktor ist in diesem Zusammenhang ein wesentlicher Pluspunkt. Die Zeit, die den Menschen heute zur Verfügung steht, um sich persönlich zu treffen, wird immer knapper. Im Web lassen sich diese Angelegenheiten innerhalb kürzester Zeit ortsunabhängig regeln”, führt Gaßner aus. Trotz dieser Vorteile habe Greenpeace aber nicht vor, sich gänzlich von seinen traditionellen Offline-Aktivitäten zu verabschieden. “Meiner Ansicht nach wäre es ein gewaltiger Fehler, nur mehr auf das Web zu setzen. Ich halte vielmehr eine Kombination aus Online- und Offline-Aktionen für den richtigen Weg”, so Gaßner abschließend. (Ende)

Aussender: pressetext.deutschland Redakteur:

Markus Steiner email: steiner@pressetext.com Tel. +43-1-81140-317

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