Archiv für November, 2008
29.11.08

Nach US-Wahl: TV-Publikum genießt leichte Kost

- Medien/Kommunikation -

News-Kanäle verlieren Zuseher wieder an Unterhaltungsprogramme

Zuschauer schalten auf Entertainment um (Foto: pixelio.de/Michael Jurman)

New York (pte/29.11.2008/13:20) - Nach einem Marathon politischer Berichterstattung anlässlich der US-Wahlen verlangt das TV-Publikum jetzt vor allem nach leichter Unterhaltung. Die Nachrichtensender im US-Kabelfernsehen hatten vom Rennen um das Präsidentenamt stark profitiert und verzeichneten Quoten, die bis zu doppelt so hoch waren als bei der Wahl vor vier Jahren. Gleichzeitig erlitten die öffentlichen Rundfunksender in den USA zweistellige Rückgänge bei den Zuschauerzahlen. Zunächst hofften die Rundfunkstationen noch, dass das TV-Publikum nach dem politischen Großereignis aus dem Kabel zu ihnen zurückkehren werde. Nun scheinen sich die Zuschauer jedoch genau dort vor allem auf bekömmliche Sitcoms und Krimiserien zu stürzen. In den vergangenen zwei Wochen blieben die öffentlichen US-Sender zur Primetime um 4,7 Prozent hinter den Quoten des Vorjahres, wie das Wall Street Journal berichtet. Populäre kommerzielle TV-Stationen hingegen erlebten in derselben Zeitperiode ein Zuschauerwachstum. So verzeichnete CBS mit Serien wie “CSI: NY” und “How I Met Your Mother” ein Plus von 2,7 Prozent. Fox profitierte von einem Special der Actionserie “24″. Gleichzeitig mussten die zuvor noch so gefragten News-Kanäle - CNN, Fox News und MSNBC - einen Zuschauerschwund um mehr als ein Viertel gegenüber dem Vormonat hinnehmen. “Die Wahlen sind für den Bereich Politik so etwas wie der Super Bowl. Man kann nicht erwarten, dass sich ein so hohes Interesse fortsetzt”, meint Jack Wakshlag, Chief Research Officer bei Turner Broadcasting http://www.turner.com . Der Rückgang seit der Wahl bedeutet allerdings nicht, dass in den USA nun keine Nachrichten mehr konsumiert werden. In einem längeren Beobachtungszeitraum von Januar bis einschließlich September, wo alljährlich die neuen Serienstaffeln starten, konnten alle Kabel-Nachrichtensender ihre Quoten stabil halten oder sogar leicht steigern. CNN und MSNBC konnten sogar einen zusätzlichen Vorteil erzielen: Die Zuschauerzahlen der 25- bis 54-Jährigen verdoppelten bzw. verdreifachten sich in der Zeit nach der Wahl, vergleicht man sie mit demselben Zeitraum nach der Wahl 2004. Fox News allerdings hat in diesem Vergleich 16,5 Prozent seines Publikums eingebüßt. Politische Comedy-Sendungen konnten ihre Zuschauer nach der Wahl auch teilweise halten. So mussten Sendungen wie “The Daily Show with Jon Stewart” auf Comedy Central zwar Quotenrückgänge hinnehmen. Verglichen mit der Zeit nach der Wahl 2004 fallen Stewarts Zuschauerzahlen aber um 32 Prozent höher aus. Am Tag der Präsidentenwahl erreichte die Politsatire-Show 3,1 Mio. Zuseher. Die Sendung kann als Wochen-Zusammenschnitt in Europa auch auf CNN International bzw. in Deutschland sonntags auf Comedy Central Deutschland gesehen werden. Darüber hinaus wird auf der offiziellen Homepage http://www.thedailyshow.com jede Folge nach der Ausstrahlung im TV auch in kompletter Länge online gestellt. (Ende)

Aussender: pressetext.austria Redakteur:

Claudia Zettel email: zettel@pressetext.com Tel. +43-1-81140-314

29.11.08

Solarbranche feilscht um Vertragspreise für Siliziumwafer

- Unternehmen/Finanzen -

Taiwanesische Hersteller drängen Lieferanten zu Preisnachlässen

Siliziumpreise fallen langsam (Foto: ersol.de)

Taipeh/Erfurt (pte/29.11.2008/13:50) - Der gegenwärtige Preiseinbruch bei polykristallinem Silizium hat bei einigen taiwanesischen Solarzellen-Herstellern dazu geführt, dass diese ihre Silizium-Rohstoffverträge mit den Händlern neu verhandeln wollen. Wie das asiatische Branchenportal DigiTimes unter Berufung auf Industriekreise berichtet, fielen die Siliziumpreise von 2,80 bis drei Dollar/Watt Anfang November dieses Jahres auf nunmehr 2,60 bis 2,70 Dollar/Watt. Da alles dafür spricht, dass die Preise in den kommenden Wochen und Monaten noch weiter nachgeben werden, streben die Hersteller an, dass zertifizierte Silizium-Lieferanten, die Wafer zur entsprechenden Weiterverarbeitung anbieten, den aktuellen Preisvorteil an die Solarbranche weitergeben.

Die Forderung der Solarzellen-Hersteller beläuft sich ersten Informationen nach darauf, dass die Silizium-Ausrüster Preisnachlässe auf 7,50 Dollar je eines sechs Zoll großen Wafers gewähren. Diese Forderung seitens der taiwanesischen Großabnehmer scheint berechtigt zu sein, da die Spotmarktpreise für einen sechs Zoll großen polykristallinen Siliziumwafer zuletzt auf sieben bis maximal acht Dollar gefallen sind. Als Ursache für diesen deutlichen Preiseinbruch machen Branchenkenner die schwächelnde weltweite Nachfrage verantwortlich. Gegenüber pressetext wies Karsten von Blumenthal, Analyst bei SES Research http://www.ses-research.de , jüngst darauf hin, dass eine mögliche Kreditklemme dazu führen könnte, dass Solarfirmen zwar teurer produzieren, aber billiger auf dem Markt verkaufen müssten. Eine Kreditklemme sieht der Insider 2009 vor allem in Hinblick auf die Finanzierung von Großprojekten durch die Banken.

Angesichts der zunehmend schwieriger werdenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind taiwanesische Solarhersteller inzwischen dazu übergegangen, die Lieferanten in konzertierten Bemühungen zu einer Anpassung der Vertragspreise zu drängen. Solche Verhandlungen sind jedoch schwierig, da Lieferverträge im Einzelfall von bestimmten Abnahmevolumen, Preisen und anderen Lieferbedingungen abhängen. Wie pressetext vom Thüringer Solarunternehmen ersol http://www.ersol.de erfuhr, ist der Siliziumpreis des Herstellers Hemlock Semiconductor Corporation für die gesamte Vertragslaufzeit fest mit den Ostdeutschen vereinbart. “Es ist vorgesehen, dass ersol Anzahlungen, sogenannte ,Downpayments’, im zweistelligen Mio.-Euro-Betrag leistet, die später bei Bezug des Rohstoffs in Form einer Kaufpreisreduzierung angerechnet werden”, heißt es gegenüber pressetext. Mit neuem Silizium-Marktmaterial von Newcomern rechnet man vorerst aber nicht. (Ende)

Aussender: pressetext.austria Redakteur:

Florian Fügemann email: fuegemann@pressetext.com Tel. +43-1-81140-305

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