Archiv für September, 2008
30.09.08

Trübe Aussichten für Schweizer Wirtschaft

- Unternehmen/Finanzen -

KOF Konjunkturbarometer: BIP-Wachstum stürzt auf 0,3 Prozent

Schweizer Wirtschaft mit schlechten Aussichten (Foto:pixelio.de/RainerSturm)

Bern (pte/30.09.2008/13:30) - Das KOF Konjunkturbarometer ist im September gegenüber dem August-Wert (revidiert) um 0,11 Punkte gesunken und steht Ende dieses Monats auf 0,62. Für die Schweizer Wirtschaft weise dies auf ein verlangsamtes Vorjahreswachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) für die nächsten Monate hin. Schon im Schlussquartal 2008 und im ersten Quartal 2009 werde das hiesige Bruttoinlandsprodukt nur noch 0,3 Prozent zulegen, verkündete KOF-Chef Jan Egberg Sturm in seiner düsteren Herbstprognose. So sehen die KOF-Ökonomen eine “technische Rezession” am Schweizer Horizont heraufziehen. Den scharfen Gegenwind in Europa bekommt nun auch die Schweiz zu spüren. Wegen des Dämpfers bei den Exporten erwartet die KOF, dass auch die Investitionsvolumen zurückgefahren werden. Die Schweiz erlebe derzeit eine Inflation wie seit 15 Jahren nicht mehr, konstatiert auch die CS. Die konjunkturellen Risiken hätten innert Kürze erheblich zugenommen. Erwies sich die europäische Konjunktur noch zu Jahresbeginn angesichts der Vielzahl belastender Faktoren als erstaunlich robust, “so kam es nach den Ölpreisschocks nun auch infolge des Banken-Kollapses zu einem kräftigen Stimmungsumschwung”. Hinzu kam eine Reihe weiterer Belastungsfaktoren, wie die anhaltende Stärke des Euro, die nachlassende Nachfragedynamik aus dem Ausland sowie einige hausgemachte Probleme, wie die deutliche Abkühlung des in einigen europäischen Ländern merklich überhitzten Immobilienmarkts. Auch der monatlich errechnete Konsumindikator der UBS ist im vergangenen August erneut deutlich zurückgegangen. Er stellte sich auf einen Wert von 1,62 - verglichen mit 1,86 im Juli und dem Zwischenhoch von 2,22 im Juni - wie die UBS heute, Dienstag, mitteilte. Der Rückgang seit Juni sei die grösste Korrektur seit sechs Jahren. Dennoch übertreffe der Konsumindikator weiterhin seinen langjährigen Durchschnittsstand von 1,50 und signalisiere weiterhin eine solide Entwicklung des schweizerischen Privatkonsums. Die Ökonomen beider Grossbanken widersprechen somit den Konjunkturforschern und prognostizieren, dass die Schweiz im nächsten Jahr von einer Rezession verschont bleibe. Darauf deutet auch der von Credit Suisse für 2009 errechnete Wert: Die Finanzexperten rechnen mit einem verlangsamten Wachstum von einem Prozent, bei einer sich abschwächenden Inflation von 1,4 Prozent. Positiv werten die CS-Ökonomen in einem heute veröffentlichten Papier, dass die Schweizer Wirtschaft 2009 zum sechsten Mal in Folge mindestens ein Prozent wachsen werde. Zuletzt sei dies Ende der achtziger Jahre der Fall gewesen. (Ende)

Aussender: pressetext.schweiz Redakteur:

Gerd Müller email: redaktion@pressetext.com Tel. +43-1-81140-300

30.09.08

3D-Kino der Zukunft: Zuschauer steuern den Film

- Produkte/Innovationen -

Massencomputerspiel bestimmt Handlungsabläufe

Filmprojekt macht Kinofilme zu Massencomputerspielen (Foto: pixelio.de, Jakub Sproski)

München (pte/30.09.2008/13:50) - Das Projekt Virtual Reality Space Theatres (VRST) http://www.spacetheatres.com hat es sich zur Aufgabe gemacht, die bislang gewohnte Kinowelt zu revolutionieren. Anhand der Verknüpfung von Spiel und Film soll der passive Zuschauer in Zukunft aktiv in den Handlungsablauf von 3D-Filmen eingebunden werden. Per Gamecontroller, wie sie auch bei herkömmlichen Spielkonsolen Anwendung finden, darf das gesamte Kinopublikum in das Geschehen auf der Leinwand eingreifen. Je nach Filmszene ist dabei die Mitbestimmung aller Teilnehmer, verschiedener Gruppen wie etwa Sitzreihen oder auch einzelner Kinobesucher denkbar. Über einen Zentralrechner werden die Entscheidungen aus dem Massencomputerspiel nach demokratischen Kriterien in den Filmverlauf eingespeist. “Wir wollen gemeinschaftliches Spielen mit 3D-Projekten im Kinosaal kombinieren”, wird VRST-CEO Josef Striedl von der Welt zitiert. Um dies zu ermöglichen, ist allerdings eine Reihe technischer Lösungen erforderlich. Neben den an den Kinositzen befestigten Controllern und entsprechenden Projektoren zur Darstellung von 3D-Filmen muss der Zentralrechner, der das Filmspiel koordinieren soll, mit einer ausreichenden Rechenleistung bestückt sein. So sind nicht nur die verschiedensten Filmszenarien denkbar, die berechnet werden müssen. Gleichzeitig wird der Computer mit Informationen von 200 bis 300 Controllern gefüttert, die er zu verarbeiten hat. “Technisch ist die Umsetzung dieser Idee komplex, mit heutiger IT-Technologie aber leicht lösbar”, meint Striedl. Sogenannte Shutter-Brillen, die von den Teilnehmern getragen werden, sollen einen zusätzlichen 3D-Effekt erzeugen, der durch das schnelle Abwechseln von transparenten und undurchsichtigen Brillengläsern erzeugt wird. Dafür ist eine Koppelung mit den Projektoren erforderlich. Für das nötige Klangerlebnis soll eine Technik sorgen, die Sounds flächendeckend im Raum verbreitet. Dadurch könnten Töne in einer Raumbewegung wahrgenommen werden, die etwa durch den Saal fliegende Gegenstände simuliert. Den Vorstellungen der Betreiber nach sollen die 3D-Filmspiele eine Dauer von rund 45 Minuten haben. Bei der technischen Realisierung verfügt VRST über Kooperationen mit AMD, Logitech oder auch der Ausgründung des Fraunhofer-Instituts für Digitale Medientechnologie Iosono. In Zukunft sei eine Installation in verschiedenen Kinos möglich. Informationen der Financial Times Deutschland zufolge hat VRST bereits einen Vorvertrag mit der Kinokette Cinestar unterzeichnet. Eine Präsentation der ersten Produktionen soll bereits im Februar kommenden Jahres im Zuge der Berlinale erfolgen. (Ende)

Aussender: pressetext.deutschland Redakteur:

Manuel Haglmüller email: haglmueller@pressetext.com Tel. +43-1-811-40-315

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