Archiv für August, 2008
30.08.08

Qumran-Schriftrollen werden online veröffentlicht

- Medien/Kommunikation -

Judaistik-Experte: “Texte tragen zum friedlichen Miteinander der Religionen bei”

Die Schriftrollen von Qumran sind teilweise nur in Fragmenten erhalten (Foto: antiquities.org.il)

Jerusalem (pte/30.08.2008/06:05) - Die israelische Behörde für Altertümer Israel Antiquities Authority http://www.antiquities.org.il hat ein sehr ambitioniertes Projekt gestartet: In den kommenden fünf Jahren will ein Forscherteam von Dutzenden Spezialisten die rund 2.000 Jahre alten Schriftrollen von Qumran, auch bekannt als die “Texte vom Toten Meer”, zur Gänze digitalisieren und im Internet veröffentlichen. Die Schriftrollen, die zwischen 1947 und 1956 in elf Höhlen an der Nordwestecke des Toten Meeres östlich von Jerusalem gefunden wurden, zählen heute unbestritten zu den wichtigsten archäologischen Funden des vergangenen Jahrhunderts. Sie umfassen tausende Fragmente, die zu insgesamt rund 900 Handschriften gehören. Darunter befinden sich sowohl die frühesten bekannten Kopien der verschiedenen Bücher der Hebräischen Bibel, außerbiblische Schriften, die sogenannte Apokryphen, sowie bis dato gänzlich unbekannte Schriften.

“Die in Qumran gefundenen Schriftrollen stammen aus dem Zeitraum zwischen dem dritten Jahrhundert vor und dem ersten Jahrhundert nach Christus. Diese Zeit ist historisch gesehen enorm wichtig, weil in ihr die Weichen sowohl für das frühe Christentum als auch für das rabbinische Judentum gestellt worden sind”, erklärt Armin Lange, Qumran-Experte des Instituts für Judaistik der Universität Wien http://www.univie.ac.at , im Gespräch mit pressetext. Die Schriften von Qumran würden ein Stück gemeinsames Kulturgut darstellen, das nicht nur für Juden- und Christentum von immenser Bedeutung sei, sondern auch für den Islam. “Durch diese Texte haben wir eine gute Chance zu lernen, wie wir uns aus gemeinsamen Wurzeln heraus entwickelt haben. Ihre Erforschung ermöglicht uns ein besseres gegenseitiges Verständnis und trägt somit auch zu einem friedlichen Miteinander der verschiedenen Weltreligionen bei”, betont Lange.

Dem von der israelischen Behörde für Altertümer gestarteten Digitalisierungsprojekt komme deshalb eine immens hohe Bedeutung zu. “Bislang wurde der Zugang zu den Schriftrollen nur wissenschaftlich qualifizierten Experten gewährt. Durch die Digitalisierung wird nun auch bald die breite Öffentlichkeit die Möglichkeit haben, einen Blick auf diese Texte zu werfen”, erläutert Lange. Entscheidender Faktor für den Nutzen der Initiative werde aber letztendlich wohl auch die Kostenfrage sein. “Über die Kosten des Zugangs zu den digitalisierten Texten gibt es zum jetzigen Zeitpunkt noch keinerlei Angaben. Die seit einiger Zeit erhältlichen CD-ROM-Datenbanken zu den Qumran-Texten, die zum Teil eine schlechte Bildqualität aufweisen, sind nicht gerade billig”, merkt Lange an. Durch das im Rahmen des Projekts angewandte Hightech-Digitalisierungsverfahren würden die Texte für die wissenschaftliche Arbeit in einer weitaus besseren Qualität aufbereitet als bisherige Fassungen.

Das internationale Herausgeberteam der Texte vom Toten Meer hatte bereits im Jahr 2001 nach mehr als 50-jähriger Arbeit die Veröffentlichung der Schriftrollen in der offiziellen Edition “Entdeckungen in der judäischen Wüste” abgeschlossen. “Von wenigen Fragmenten abgesehen, sind die Texte zumindest in vorläufigen Editionen sowie in englischen und auch deutschen Übersetzungen mittlerweile zu 99 Prozent veröffentlicht worden. Auf Mikrofilm stehen Photographien aller Schriftrollen bereits seit Mitte der 1990er-Jahre in jeder guten Wissenschafts-Bibliothek zur Verfügung”, so Lange abschließend. (Ende)

Aussender: pressetext.austria Redakteur:

Markus Steiner email: steiner@pressetext.com Tel. +43-1-81140-317

30.08.08

eBay-Gründer investieren in deutsches Datingportal

- Unternehmen/Finanzen -

Bis Jahresende 100.000 Nutzer angestrebt - Mitgliedsgebühr in Planung

Innovatives Start-up setzt sich große Ziele (Foto: kissnofrog.com)

Hamburg (pte/30.08.2008/06:20) - Der 2006 von den eBay-Gründern ins Leben gerufene European Founders Fund beteiligt sich am Hamburger Speeddating-Portal KissNoFrog.com http://www.kissnofrog.com . Wie das Start-up bekannt gab, will man zusammen mit dem bereits im Frühjahr 2008 gewonnenen Investor Holtzbrinck-Ventures die Positionierung auf dem deutschen Datingmarkt festigen und weiter ausbauen. Angesichts der Investitionszusage durch den Fonds fühlt sich das Management des aufstrebenden Portals in seiner bisherigen Geschäftsstrategie bestätigt. Schließlich sei Speeddating mit Webcam sowie Videochat in dieser Form in Deutschland als Konzept bislang noch nicht am Markt vertreten. Zudem sei das Webportal eine vielversprechende Idee, bei der die technischen Möglichkeiten des Internets innovativ eingesetzt werden, so KissNoFrog.com.

“Die Samwer-Brüder sind auf uns zugekommen. Umsatzzahlen gibt es bisher noch nicht, da KissNoFrog.com bis jetzt noch gebührenfrei ist. Wir werden in den nächsten Monaten aber damit anfangen, Werbeerlöse zu generieren”, unterstreicht Bennett Springer, Mitgründer von KissNoFrog.com, auf Nachfrage von pressetext. Laut dem Geschäftsführer werde man bereits im Herbst, spätestens aber Anfang 2009 eine Mitgliedsgebühr einführen. Auch wenn das Datingportal erst 45.000 regelmäßige Mitglieder zählt, zeigt sich das Management in Hinblick auf das eigene Wachstumspotenzial überzeugt. “Bis Ende 2008 erhoffen wir uns über 100.000 registrierte Nutzer. Darüber hinaus möchten wir auch langfristig auf dem europäischen Markt an Bekanntheit gewinnen”, wünscht sich Springer.

Die erst vor kurzem beendete Betaphase der Plattform hat dazu geführt, dass die Nutzer nun auf eine überarbeitete Menüführung zugreifen und ein ergänzendes Funktionsspektrum in Anspruch nehmen können. Die aktuelle Mitgliederzahl, die in nur wenigen Monaten erreicht wurde, stimmt das Start-up optimistisch. “Der Datingmarkt ist hart umkämpft. Bereits seit der Gründung des Portals im Februar dieses Jahres sind binnen kürzester Zeit neue Datingportale entstanden. KissNoFrog.com bietet durch die Webcam und den Voicechat eine Zusatzlösung an, die sich von anderen Produkten klar abgrenzt”, gibt sich Springer gegenüber pressetext überzeugt. Das Konzept hinter dem Start-up ist einfach. Auf dem Portal lernen sich die registrierten User via Speeddating im Schnellablauf kennen.

Das Prinzip beruht darauf, dass den Nutzern in der Regel maximal zwei Minuten pro Person bleiben, sich einen ersten Eindruck von ihrem Gegenüber zu verschaffen und über ein weiteres Kennenlernen zu entscheiden. Sowohl Webcam als auch Mikrofon sollen bei dem Rendezvous helfen, einen möglichst authentischen Eindruck des Gesprächspartners zu erhalten. Mit dem finanziellen Background der Samwer-Brüder, die neben dem Auktionshaus eBay auch Jamba, einen Anbieter für Klingeltöne und Mobiltelefon-Anwendungen, ins Leben gerufen haben, hofft man bei KissNoFrog.com nun vom Know-how-Transfer zu profitieren. Innovative Weiterentwicklungen der bestehenden Dienstleistungen dürfte KissNoFrog.com brauchen können. Schließlich wurde das Unternehmen erst im November 2007 von Springer zusammen mit Partner Johannes Wickmann gegründet. (Ende)

Aussender: pressetext.deutschland Redakteur:

Florian Fügemann email: fuegemann@pressetext.com Tel. +43-1-81140-305

Sie browsen
das Archiv für August 2008.
Kategorien
Links