Archiv für May, 2008
31.05.08

Print- und elektronische Medien streiten sich um Werbekuchen

- Medien/Kommunikation -

Mediamix erhöht Aufmerksamkeit für Marken

Mediengattungen kämpfen um höhere Werbeumsätze (Foto: pixelio.de, wrw)

Stuttgart/Heidelberg (pte/31.05.2008/13:15) - Der Konkurrenzkampf zwischen Printmedien und TV-Sendern, Rundfunkanstalten sowie Internet-Plattformen bleibt unvermindert hart. Gedruckte Medien sollen im Vergleich zu Web 2.0 und TV eine höhere Glaubwürdigkeit und Nachhaltigkeit aufweisen, so die Ergebnisse einer Untersuchung der Hochschule der Medien (HDM) http://www.hdm-stuttgart.de in Stuttgart und der Print Media Academy http://www.print-media-academy.com in Heidelberg. Darüber hinaus punkte der Print-Bereich durch die intensive Nutzung durch kaufkräftige Zielgruppen. “Druckmedien stehen für anspruchsvolle Informationsaufbereitung sowie für eine entschleunigte und nachhaltige Medienrezeption, die eine hohe Werbewirkung induziert”, so die HDM.

Besonders Verlage sind dazu angehalten, ihre Beiträge und Artikel sowohl in Form von Printausgaben als auch als elektronische Versionen wie E-Paper oder digitalisierte Artikel anzubieten. Dies schaffe eine erhöhte Aufmerksamkeit für die gesamte Marke. Aber auch Unternehmen und Werbetreibende sowie Agenturen und Mediaplaner sind auf der Suche nach der optimalen Wertschöpfung und dem höchst möglichen Wirkungsgrad auf den perfekten Mediamix für ihre Werbeplanung angewiesen.

In Printmedien werde Werbung als unaufdringlicher empfunden. Darüber hinaus “erweist sich Print als das einprägsamere Medium, das Werbebotschaften längerfristig bei den Konsumenten verankert. Der Werbekontakt wird bewusst zugelassen”, so die HDM. Dass Printmedien nachhaltiger und glaubwürdiger wirken sollen, ist unter Vertretern der Medienwissenschaften jedoch stark umstritten. Vonseiten der Zeitungsmacher werde dieses Argument seit jeher vorgebracht, um sich gegen elektronische Medien behaupten zu können und ihre Werbeumsätze zu steigern, lautet der Tenor der Kritik. Besonders das Fernsehen als Massenmedium Nummer eins und der anhaltende Internet-Werbeboom (pressetext berichtete: http://pte.at/pte.mc?pte=080320024 ) würden das Gegenteil zeigen.

Die Kombination bzw. Mischung verschiedener Mediengattungen wie Internet und Fernsehen macht sich sowohl für Content-Anbieter als auch Marketing-Spezialisten bezahlt. 2007 verzeichnete die weltweite Internet-Werbung bestärkt durch die Internet-Fernsehwerbung ein Brutto-Wachstum von 5,2 Prozent. “Das ist angesichts der Internetdebatte, die das Fernsehen bereits totgesagt hat, durchaus beachtlich”, meint Volker Nickel, Pressesprecher des Zentralverbandes der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) http://www.zaw.de , im Gespräch mit pressetext. (Ende)

Aussender: pressetext.deutschland Redakteur:

Manuel Haglmüller email: haglmueller@pressetext.com Tel. +43-1-811-40-315

31.05.08

Müllberge sorgen für satte Gewinne

- Handel/Dienstleistungen -

Entsorger erwirtschaften jährlich 50 Mrd. Euro Umsatz

Geschäft mit Müll boomt (Foto: pixelio.de, Klaus-Uwe Gerhardt)

München/Hamburg (pte/31.05.2008/13:35) - Schon vor der Müllkrise in Neapel haben mittelständische Recyclingfirmen das Geschäft mit dem Müll für sich entdeckt. Die Entsorgungsbranche boomt und Abfälle werden mittlerweile als eigene Rohstoffe bzw. als Ersatzrohstoffe für zur Neige gehende Ressourcen betrachtet. Produzierende Unternehmen wie Papierfabriken sparen jährlich Millionen durch die Verwendung von Altstoffen und auf Abfallsammlung, Stofftrennung, Müllaufbereitung oder Recycling spezialisierte Firmen bedienen eine Marktlücke mit überdurchschnittlich hohem Wachstumspotenzial, berichtet die Financial Times Deutschland (FTD). Die rund 4.500 hierzulande ansässigen Unternehmen aus der Müllverwertungsbranche erwirtschaften einen Umsatz von rund 50 Mrd. Euro pro Jahr. Der Sektor verzeichnet Angaben der Unternehmensberater bei Roland Berger http://www.rolandberger.com zufolge ein jährliches Wachstum von 15 Prozent. Vor wenigen Tagen ist der erste Zug mit 56 Containern Müll aus Neapel in Hamburg eingetroffen. Vier Transporte pro Woche von je 500 bis 700 Tonnen Abfall sollen folgen. Die Müllverbrennungsanlagen der Stadtreinigung Hamburg nutzen die italienischen Müllberge zur Erzeugung von Dampf, der in die Fernwärmeversorgung der Stadt geleitet wird. Damit fördert die Entlastung der Umwelt zeitgleich eine wirtschaftlich aufstrebende Branche. Mit einer steigenden Nachfrage nach Recycling-Produkten gehen ebenfalls rasant steigende Preise einher. Die Kosten für eine Tonne Altpapier sind seit Ende 2006 von 55 auf etwa 70 Euro geklettert. Bei Stahlschrott haben sich die Preise innerhalb des letzten halben Jahres beinahe verdoppelt. Eine Tonne von dem mittlerweile kostbaren Rohstoff wird an der Rohstoffbörse Rotterdam zu einem Preis von 585 Dollar gehandelt. “Abfall hat sich vom Reststoff zum Wertstoff gewandelt. In Wertstoffsammlungssystemen sind heute Gewinnmargen von acht bis zehn Prozent möglich”, zitiert die FTD Torsten Henzelmann, Experte für Umwelttechnik bei Roland Berger. Angesichts der zunehmenden Rohstoffknappheit gilt der deutsche Recyclingmarkt als einer der wichtigsten in Europa. Das hohe Potenzial in dem Bereich haben auch Anleger und Investoren bereits für sich entdeckt. Immer häufiger werden Unternehmen aus der Müllbranche in Fonds-Portfolios aufgenommen (pressetext berichtete: http://pte.at/pte.mc?pte=080509001 ). Neben Fonds seien auch einzelne Aktien und Zertifikate für Anleger interessant. Die Anzahl an börsennotierten Unternehmen des Abfallverwertungssektors ist derzeit zwar noch gering, abseits der Börse beschert Müll den Entsorgern jedoch satte Gewinne. (Ende)

Aussender: pressetext.deutschland Redakteur:

Manuel Haglmüller email: haglmueller@pressetext.com Tel. +43-1-811-40-315

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