Archiv für April, 2008
30.04.08

Nervige Werbung erzielt größte Wirkung

- Medien/Kommunikation -

Sympathische Kampagnen gelten als überholt

Lästige TV-Werbung wirkt (Foto: pixelio.de, Urs Mücke)

London/Wien (pte/30.04.2008/13:45) - Lästige Werbekampagnen, die Unmut beim Konsumenten erzeugen, sind gleichzeitig oft die erfolgreichsten. Im Zuge der überwältigenden Werbeflut, mit der die Öffentlichkeit heute überschwemmt wird, neigen Agenturen und Unternehmen nicht selten dazu, bewusst Grenzen zu überschreiten und grundlegende Regeln zu brechen. Häufig entspringen die so genannten Aufreger einem Marketing-Kalkül. Wie der Guardian berichtet, ging beispielsweise das Fashion-Label French Connection United Kingdom (FCUK) http://www.frenchconnection.com mit seiner provokanten Werbe-Strategie soweit, dass die Werbeaufsicht in Großbritannien grundlegend Vorab-Prüfungen der Plakat-Kampagnen auf zwei Jahre hinaus festsetzte. “Manchmal ist es so, dass schockierende, vielleicht auch nervende Werbung kurzfristig zielgruppenaktiv Umsatzzahlen oder die Bekanntheit steigert. Ob mittelfristig für das Unternehmensimage, die weitere Produktentwicklung und Positionierung bei anderen Zielgruppen eine positive Wirkung entsteht, wage ich zu bezweifeln”, so die kritische Haltung von Konrad Maric, stellvertretender Obmann des österreichischen Fachverband Werbung http://www.fachverbandwerbung.at , gegenüber pressetext. Zudem sei das Attribut “nervig” auch immer subjektiv und werde von den Menschen unterschiedlich wahrgenommen. Grundsätzlich wirke jede Werbeform in ihrem Segment bzw. Aufgabenbereich. Viele Werbeleute und Agenturen sehen ihre Arbeit auch als eine Form von Kunst und investieren sehr viel Kreativität in die Kampagnen. Trotzdem kommt es vor, dass gerade simple, schlecht umgesetzte und lästige Werbeschaltungen vor allem im TV einen großen Effekt erzielen und sehr vielen Konsumenten im Gedächtnis bleiben. So sind beispielsweise einfach konzipierte Putzmittelwerbungen - häufig auffallend schlecht synchronisiert - nahezu jedem TV-Zuseher ein Begriff. Dass Werbung sympathisch, liebenswert und angenehm gestaltet sein muss, diese Annahme gehöre der Vergangenheit an, meint etwa Richard Huntington, Strategy Director bei Saatchi & Saatchi. Schock-Werbungen werden oft auch dann bewusst eingesetzt, wenn es um besonders brisante Themen geht oder ein aufklärerisches Ziel verfolgt wird - etwa bei Antiraucher-Kampagnen oder Themen wie Kindesmissbrauch. Maric geht allerdings nicht davon aus, dass Tabubrüche heute in der Werbung generell geplant werden. Es kommt sicherlich manchmal vor, dass die Überschreitung der Grenzen ein Kalkül ist. Ich habe eher den Eindruck, dass manchmal Verantwortliche sich dessen nicht bewusst sind, dass sie Grenzen überschreiten.” Die Mehrheit fühle sich einem hohen ethischen Level verpflichtet. “Jene, die absichtlich ethische Grenzen überschreiten, weil es ihnen egal ist und nur der eigene Vorteil zählt, sind sicher in der Minderheit”, so der Werbeexperte im pressetext-Interview. (Ende)

Aussender: pressetext.austria Redakteur:

Claudia Zettel email: zettel@pressetext.com Tel. +43-1-81140-314

30.04.08

EnviTec Biogas sucht Alternativen zu teuren Rohstoffen

- Unternehmen/Finanzen -

Anlagenhersteller trotzt schwierigem Marktumfeld

EnviTec Biogas setzt auf landwirtschaftliche Abfälle statt teuren Weizen (Foto: envitec-biogas.de)

Lohne (pte/30.04.2008/13:45) - Der Biogasanlagen-Hersteller EnviTec Biogas http://www.envitec-biogas.de hat im Geschäftsjahr 2007 ein profitables Wachstum erwirtschaftet. Obwohl sich das Marktumfeld nicht zum Vorteil der Branche entwickelt hat, konnte das Unternehmen im Umsatz um satte 31,5 Prozent auf 132,4 Mio. Euro zulegen. Damit bewegt sich EnviTec Biogas im Rahmen der Erwartungen, die zwischen 130 Mio. und 140 Mio. Euro angesiedelt waren (pressetext berichtete: http://pte.at/pte.mc?pte=071217020 ). Besonders im zweiten Halbjahr hatte der Betrieb mit einem deutlichen Nachfragerückgang zu kämpfen, der das Ergebnis beeinträchtigte. “Die leicht rückläufigen Margen sind auf mehrere Faktoren zurückzuführen: Zum einen wird der Eigenbetrieb mit aufgebaut. Zudem war vor dem Hintergrund der Diskussion um die Erneuerbare-Energien-Gesetzesnovelle die Betriebsauslastung nicht zur Gänze gedeckt. Gleichzeitig fielen aber weiterhin Mitarbeiterkosten an”, erklärt Joanna Rode, Leiterin Investor Relations bei EnviTec Biogas, im Gespräch mit pressetext. Neben den Geschäften in Deutschland, wo die weltweit größte Biogasanlage unter EnviTec-Regie entsteht, treibt das Unternehmen vor allem die internationale Expansion voran. So ist das Unternehmen bereits in 16 Ländern vertreten. Die wichtigsten Absatzmärkte für EnviTec Biogas befinden sich hauptsächlich in Europa. Darüber hinaus wächst der Betrieb in Emerging Markets wie Indien. Unternehmensangaben zufolge entfielen vom vorjährigen Auftragsbestand in Höhe von 122,8 Mio. Euro 36,6 Mio. Euro auf das Ausland. “In den ersten drei Monaten 2008 ist das Geschäft im Ausland deutlich besser verlaufen als im Inland, was nach wie vor auf die EEG-Diskussion zurückzuführen ist. So stieg der Auftragsbestand im Ausland seit Jahresbeginn auf 50 Mio. Euro”, heißt es von Finanzvorstand Jörg Fischer im Gespräch mit pressetext. Das operative Ergebnis (EBIT) ist gegenüber dem Vorjahr von 18,5 Mio. auf 18,1 Mio. Euro leicht gesunken. Ebenfalls rückläufig verhielt sich die EBIT-Marge bei aktuell 13,6 Prozent nach 18,4 Prozent im Geschäftsjahr 2006. Dennoch kann EnviTec Biogas den Jahresüberschuss um 24 Prozent steigern und erzielt ein Ergebnis in Höhe von 14,3 Mio. Euro. “Während im ersten Halbjahr die Nachfrage nach Biogasanlagen sehr hoch war, haben wir im Herbst und Winter eine deutliche Zurückhaltung der Kunden, insbesondere im Inland, verzeichnet. Gründe hierfür sind die Diskussion über die Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes und die gestiegenen Rohstoffpreise”, so Olaf von Lehmden, Vorstandsvorsitzender bei EnviTec Biogas. “Wir nutzen vermehrt landwirtschaftliche Abfälle, um die teuren Preise für Weizen und andere Rohstoffe zu umgehen”, ergänzt Fischer. Trotz anhaltender Turbulenzen im Biogas-Sektor geht der Betrieb davon aus, das derzeitige Wachstum vorantreiben zu können. “Unsere interne Struktur ist stark auf Wachstum ausgerichtet”, meint Fischer gegenüber pressetext. Das Unternehmen begrüßt die Novelle zum EEG und ist zuversichtlich, dass sich der Markt nach einer anhaltenden Flaute während des ersten Halbjahres 2008 wieder erholen wird. Aufgrund verlässlicher politischer Rahmenbedingungen würde die Einspeisung von Biogas für Produzenten an Attraktivität gewinnen. (Ende)

Aussender: pressetext.deutschland Redakteur:

Manuel Haglmüller email: haglmueller@pressetext.com Tel. +43-1-811-40-315

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