Archiv für April, 2008
30.04.08

Madonna-Konzert live auf dem Handy verfolgbar

- Medien/Kommunikation -

Musiklabels intensivieren Kooperation mit Mobilfunkbetreibern

Madonna promotet ihr neues Album per mobilem Videostream (Foto: madonnamusic.de)

New York (pte/30.04.2008/12:06) - Kunden des Mobilfunkbetreibers Vodafone http://www.vodafone.com haben heute, Mittwoch, die Möglichkeit, ein exklusives Konzert der Pop-Diva Madonna live auf dem Bildschirm ihres Handys zu verfolgen. Direkt von der Bühne des Roseland Ballrooms in New York wird das Geschehen per Live-Stream in 14 Länder der Welt übertragen, einschließlich Deutschland. Möglich wird das Ganze durch eine Kooperation mit dem US-Betreiber Verizon Wireless http://www.verizonwireless.com und dem Musiklabel Warner Music International, die zur Promotion des neuen Madonna Albums “Hard Candy” eingegangen worden ist. Die Mobilfunkbetreiber wollen mit dem aktuellen Projekt einen weiteren Anreiz für Kunden schaffen, um diese für mobile Zusatzdienste zu gewinnen. Gleichzeitig könnten sich derartige Kooperationen zudem für die Musikindustrie als brauchbare Möglichkeit erweisen, um die im stationären Handel verbuchten Umsatzverluste besser ausgleichen zu können. Die Live-Übertragung des Konzerts bietet Usern zusätzlich eine Reihe interaktiver Möglichkeiten. So können Vodafone-Kunden sich etwa während des Geschehens durch einen Chat kommunikativ austauschen. Vom PC aus lässt sich zudem die Kameraperspektive steuern, durch die das Treiben auf der Bühne betrachtet wird. “Interaktivität ist als Mitmach-Möglichkeit heute ein wichtiges Thema für User. In diesem Fall erlaubt sie es ihnen, als aktiver Teilnehmer direkt in die Atmosphäre des Live-Konzerts einzutauchen, ohne selbst vor Ort zu sein”, erläutert Donges. Neben der Übertragung über MobileTV im Vodafone live!-Portal kann das Madonna-Konzert auch am PC über die Streaming-Plattform http://www.vodafone.com/music mittels einer speziellen PIN-Nummer angeschaut werden. “Wir haben im Vorfeld im Rahmen eines Gewinnspiels zwei VIP-Tickets mit Flug und Hotel nach New York verlost. Jeder, der an dieser Verlosung teilgenommen hat, hat von uns einen solchen Zugangscode zugeschickt bekommen”, schildert Donges. “Der mobile Musikmarkt hat für uns einen sehr großen Stellenwert”, erklärt Bettina Donges, Sprecherin von Vodafone Deutschland, auf Anfrage von pressetext. Ein verstärktes Engagement auf diesem Sektor sei heute zunehmend von Interesse für Mobilfunkbetreiber. “Wir arbeiten mit allen großen Musiklabels zusammen und führen regelmäßige Gespräche, um die Zusammenarbeit zwischen den beiden Branchen zu verbessern”, betont Donges. Gleichzeitig arbeite man aber auch an der stetigen Weiterentwicklung der mobilen Musikdienste. “Es hat sich gezeigt, dass Medienkonvergenz zur Zeit ein zentrales Thema ist”, stellt Donges fest. Den Nutzern sei es demnach wichtig, dass sie beispielsweise die Möglichkeit haben, Videomaterial nicht nur am Computer-, sondern auch am Handybildschirm verfolgen zu können. Auch der US-Betreiber Verizon Wireless hat sich in letzter Zeit stark im mobilen Musik-Bereich engagiert. So ist man unter anderem Kooperationen mit Künstlern wie Prince, Justin Timberlake oder Shakira eingegangen. Ziel der getroffenen Vereinbarungen ist dabei in erster Linie die Promotion der hauseigenen Online-Musik-Services. Laut eigenen Angaben betreibt das Unternehmen mit mehr als drei Mio. verfügbaren Einzeltiteln den zweitgrößten Musik-Store im Internet nach Apples iTunes. Im ersten Quartal 2008 konnten in diesem Segment inklusive Klingeltönen 34 Mio. Einheiten verkauft werden. Erst kürzlich gab Verizon bekannt, dass mit mobilen Datendiensten wie Musikdownloads mittlerweile bereits über 20 Prozent der Gesamteinnahmen im Wireless-Geschäftsfeld erwirtschaftet werden. Im Durchschnitt würden dem Mobilfunkbetreiber zufolge Kunden rund zwölf Dollar pro Monat für derartige Datenservices ausgeben. (Ende)

Aussender: pressetext.deutschland Redakteur:

Markus Steiner email: steiner@pressetext.com Tel. +43-1-81140-317

30.04.08

Siemens: Gewinneinbruch höher als erwartet

- Unternehmen/Finanzen -

Korruptionsaffäre und Kraftwerksbau belasten Konzernergebnis

Probleme beim Bahn- und Transrapid-Geschäft schmälern Gewinn (Foto: siemens.de)

Berlin/München/Frankfurt am Main (pte/30.04.2008/12:15) - Der deutsche Technologiekonzern Siemens http://www.siemens.de muss nach einem herben Einbruch im zweiten Quartal rund zwei Drittel seines Gewinns einbüßen. Als Folge massiver Probleme im Kraftwerksbau und in der Zugsparte hat das Unternehmen zudem sein Ergebnisziel 2008 drastisch abgesenkt. Neben der Korruptionsaffäre belasten Siemens zudem Sanierungskosten für das zum Verkauf stehende Telefonanlagengeschäft SEN. Dies drückte den Gewinn im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 412 Mio. Euro. Selbst Analysten hatten in ihren Vorhersagen mit 451 Mio. Euro weitaus optimistischere Prognosen ausgegeben. Wie Siemens heute, Mittwoch, bekannt gab, ging der operative Gewinn “nur” um ein Drittel von 1,78 Mrd. auf 1,2 Mrd. Euro zurück, der Umsatz sei jedoch um zwei Prozent auf insgesamt 18,1 Mrd. Euro angestiegen, so Siemens.

“Insgesamt ist das Ergebnis des Unternehmens auch operativ nicht wirklich befriedigend. Als positiv betrachte ich jedoch den gegenwärtigen Auftragsbestand. Dass der Gewinneinbruch so hoch ausfällt, hat viele Analysten zwar überrascht, dennoch gibt dies der Aktie wieder ein wenig Auftrieb. An diesen Strohhalm kann man sich klammern”, sagt Ascan Iredi, Leiter Aktienhandel bei der Deutschen Postbank http://www.postbank.de , im Gespräch mit pressetext. Laut dem Experten seien die heiklen Themen Kraftwerksbau, SEN, Zugsparte und nicht zuletzt auch die Korruptionsaffäre nichts Neues. “Der jüngste Kontrollbericht aus den USA hat letztlich nur bestätigt, was ohnehin vermutet wurde. Somit treffen die über nahezu alle Siemens-Bereiche hinweg prognostizierten Schmiergeldzahlungen über rund 1,3 Mrd. Euro zu”, unterstreicht Iredi.

Trotz massiver Belastungen aus Großprojekten, wie Pannen bei Comino-Straßenbahnen und den Kosten für ein Transrapid-Projekt in Schanghai sowie Verlusten bei IT-Dienstleistungen, die das Unternehmen auf insgesamt 857 Mio. Euro beziffert, wurden die Zuwächse beim Auftragseingang von 15 Prozent auf 23,4 Mrd. Euro gesteigert. Dennoch blickt Siemens-Chef Peter Löscher pessimistisch in die Zukunft und stellt in Aussicht, dass das operative Ergebnis aller Voraussicht nach nur noch auf Vorjahresniveau liegen werde. Grund dafür ist die verlustreiche Verkaufsabwicklung der SEN-Sparte, was dazu beigetragen hatte, dass über 7.000 Stellen wegfallen sollen (pressetext berichtete: http://pte.at/pte.mc?pte=080228001 ). Experten sehen Siemens jedoch auch von den zu erwartenden Kosten der Korruptionsaffäre und damit verbundener Umbauprogramme gebeutelt.

Obwohl die Überprüfung der Problemprojekte Löscher nach bereits abgeschlossen sein soll, scheinen die Erwartungen bezüglich einer Gewinnsteigerung in 2008 angesichts der Querelen vorerst in den Wind geschrieben, so Insider. Überraschend gut lief das Geschäft hingegen in der Sparte Automatisierungstechnik, der Medizintechnik und der Sparte Energieübertragung. Für den Konzernumbau sowie die Folgen aus der Korruptionsaffäre belaufen sich die Kosten laut Siemens auf rund 506 Mio. Euro, die schwer auf dem Konzerngewinn lasten. Löscher zeigt sich jedoch vorsichtig optimistisch und betonte: “Wir halten an unseren Zielen für 2010 fest.” Trotz der Probleme wurden die Zahlen an der Börse weitgehend positiv aufgenommen. Bei Redaktionsschluss dieser Meldung (11:15 Uhr) notiert die Aktie mit einem leichten Plus von 1,06 Prozent bei 74,33 Euro. (Ende)

Aussender: pressetext.deutschland Redakteur:

Florian Fügemann email: fuegemann@pressetext.com Tel. +43-1-81140-305

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