Archiv für February, 2008
29.02.08

TV-Sender NBC stellt Serien gratis ins Netz

- Medien/Kommunikation -

Shows werden über P2P-Netzwerk zum Download angeboten

NBC verteilt Fernsehsendungen über P2P im Internet (Foto: nbc.com)

New York (pte/29.02.2008/13:59) - Der US-amerikanische Fernsehsender NBC http://www.nbc.com hat angekündigt, hauseigene Produktionen künftig kostenlos im Internet verteilen zu wollen. Dafür soll das Peer-To-Peer-Verfahren (P2P) genutzt werden, das ursprünglich hauptsächlich für illegales Filesharing verwendet wird. „Ob die Verbreitung von Inhalten über ein P2P-Netzwerk bedenklich ist, kommt auf die Person an, die das Angebot online stellt“, erklärt Jan Scharringhausen, Jurist der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen http://www.gvu-online.de , im Gespräch mit pressetext. Neben Serien wie A-Team oder Miami Vice soll der Gratis-Service mit dem Namen NBC Direct zum Beispiel auch Episoden der Shows von Conan O’Brian und Jay Leno enthalten. Nachdem sich NBC vom bisherigen Vertriebsweg iTunes getrennt hatte, suchte der Sender im US-amerikanischen Unternehmen Pando Networks, das die nötige Software zur Verfügung stellt, einen neuen Partner.

„Grundsätzlich spricht nichts gegen die Verbreitung von Inhalten anhand der P2P-Technik, die für eine Fernsehsendung bestimmt ein brauchbares Promotion-Tool zur Verfügung stellt. Wir wenden uns schließlich nicht gegen die Technik an sich. Das Problem ist, dass der Verbraucher damit in den meisten Fällen illegale Aktionen durchführt“, meint der Experte. Die Identifikation der Quelle sei bei P2P-Downloads für den User meist ein Problem. „Wenn ein illegales Angebot neben einem legalen steht, macht dies die Arbeit für uns nicht gerade einfacher. Es spricht aber grundsätzlich nichts gegen die Verbreitung legaler kostenloser Angebote“, heißt es von Scharringhausen gegenüber pressetext.

Unstimmigkeiten zwischen iTunes-Betreiber Apple und NBC führten bereits im Sommer vergangenen Jahres zur Auflösung des Vertrags, der noch bis Dezember 2007 Gültigkeit behielt (pressetext berichtete: http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=070831019 ). NBC war für iTunes einer der wichtigsten Content-Partner. Ungereimtheiten bei der Preispolitik für die NBC-Angebote führten schließlich zur Trennung. Apple hat mit dem britischen Medienkonzern BBC http://www.bbc.co.uk vor gut einer Woche aber bereits einen würdigen Nachfolger gefunden. Die Folgen aus BBC-Serien via iTunes sollen rund 2,50 Euro kosten.

Für die Anwender von NBC Direct ist verglichen mit den BBC-Angeboten in dem Kostenunterschied derzeit wohl der einzige Vorteil spürbar. So sollen die BBC-Serien auf gängigen Systemen wie Mac, Video-iPod, iPhone und auf dem PC laufen. Die NBC-Folgen zum Download ließen sich derzeit aber nur auf einem Windows-Rechner mit Windows Media Player ab der Version 11 abspielen. Der Sender zieht aus der Software von Pando Networks aber den Nutzen, Sicherheitsmerkmale wie Verschlüsselungen und digitale Wasserzeichen zu integrieren, um das Material trotz des ohnehin kostenlosen Dienstes vor Raubkopierern schützen zu können. NBC Direct soll noch im ersten Quartal dieses Jahres an den Start gehen. (Ende)

Aussender: pressetext.deutschland Redakteur:

Manuel Haglmüller email: haglmueller@pressetext.com Tel. +43-1-811-40-315

29.02.08

e-cc Call Center: Verkauf bis Mitte März

- Unternehmen/Finanzen -

Geringe Anzahl an Insolvenzen in Call-Center-Branche

e-cc Call Center: 180 Mitarbeiter sind vom Konkurs betroffen (Foto: pixelio.de)

Linz/Wien (pte/29.02.2008/15:26) - Bis Mitte März soll ein neuer Käufer für das insolvente e-cc Call Center gefunden werden. Dies bestätigt Masseverwalter Erhard Hackl auf Nachfrage von pressetext. Nachdem vergangene Woche der Konkurs über das Call Center eröffnet wurde, meldeten sich bereits mehrere Kaufinteressenten. Die Schließung des Call Centers soll ebenfalls bis Mitte März erfolgen. “In den vergangenen Jahren lag die Zahl der Insolvenzen in der österreichischen Call-Center-Branche im niedrigen zweistelligen Bereich und war damit nicht auffallend hoch”, sagt Hans-Georg Kantner, Leiter des Insolvenzbereichs beim Kreditschutzverbandes KSV1870 http://www.ksv.at , gegenüber pressetext. Die registrierten Fälle von Call-Center-Insolvenzen wären vor allem in den vergangenen fünf bis sechs Jahren aufgetreten, erläutert Kantner. Genaue Statistiken für diese Branche werden vom KSV jedoch nicht ausgewiesen. Für eine Wachstumsbranche seien Konkurse von einigen Marktteilnehmern jedoch kein ungewöhnliches Phänomen. Zudem würden Call Center schnell über relativ viele Mitarbeiter verfügen. Gemeinsam mit der teueren Infrastruktur, die für den Geschäftsaufbau benötigt wird, entstehen so hohe Kosten, die bei fehlenden Kunden nicht gedeckt werden können. Das e-cc Call Center wurde vor knapp drei Jahren gegründet, kämpfte jedoch von Anfang an mit wirtschaftlichen Problemen. Der Wegfall des wichtigsten Kunden wird als eine der Ursachen für die Insolvenz angeführt. Des weiteren trug die langwierige branchenbedingte Umstellung des Geschäftsmodells von erfolgsabhängigem Outbound zu erfolgsunabhängigem Inbound zu den wirtschaftlichen Problemen bei. Der Verlust des wichtigen Kunden führte in weiterer Folge zu Auslastungsproblemen, eine Kostendeckung konnte nicht erreicht werden. Laut Aussendung des KSV stehen nun Aktiva von 410.000 Euro Passiva in Höhe von 2,15 Mio. Euro gegenüber. Insgesamt 180 Mitarbeiter an den Standorten Linz und Wien sind von dem Konkurs betroffen. Wie die Oberösterreichischen Nachrichten berichten, soll es im Hintergrund zu einem Streit der alten und neuen Eigentümer des Call Centers gekommen sein. Der Personaldienstleister Eurojobs unterschrieb demnach im Dezember 2007 das Call Center an 118899.Alles Auskunft. Aufgrund einer bis Ende Januar nicht durchgeführten Kapitalerhöhung in Höhe von 500.000 Euro wurde der Vertrag jedoch wieder aufgelöst. Man sei nicht bereit gewesen, das Gesellschafter-Darlehen von 1,6 Mio. Euro zu übernehmen, wird 118899-Geschäftsführer Thomas Holzmann von den Oberösterreichischen Nachrichten zitiert. (Ende)

Aussender: pressetext.austria Redakteur:

Victoria Schubert email: schubert@pressetext.com Tel. +43-1-81140-314

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