Archiv für January, 2008
31.01.08

Die USA kämpfen um den Titel “Internetnation”

- Medien/Kommunikation -

Breitband-Anbindung bleibt weiterhin wunder Punkt

Die USA wollen ihre Breitband-Internetanbindung weiter ausbauen (Foto: pixelio.de)

Washington (pte/31.01.2008/13:13) - Die USA haben Probleme mit dem Ausbau ihrer Breitband-Internetanbindung. Ein heute, Donnerstag, veröffentlichter Bericht der National Telecommuniactions and Information Administration http://www.ntia.doc.gov spricht zwar von großen Erfolgen auf diesem Gebiet. Kritiker sehen hinter der Studie “Networked Nation: Broadband in America” (NTIA) allerdings nicht viel mehr als eine übertrieben euphorische Einschätzung der gegenwärtigen Situation. Die Regierung habe es in den letzten Jahren nicht geschafft, auf dem rasant wachsenden Internetmarkt für genügend Wachstumsanreize und Wettbewerb zu sorgen. Besonders die Anbindung mit Breitband-Internet bleibe weiterhin ein wunder Punkt für Regierung und Industrie. Im Jahr 2004 versprach Präsident Bush, dass spätestens 2007 alle US-Amerikaner einen leistbaren High-Speed-Internetzugang zur Verfügung haben sollten. Eine Reihe internationaler Studien hatte zuvor gezeigt, dass die USA, was die Anbindung mit Breitband-Internet betrifft, im Vergleich zu anderen Ländern deutlich hinterherhinken. So hat beispielsweise die Organisation for Economic Cooperation and Development http://www.oecd.org im Jahr 2006 die Vereinigten Staaten gemessen nach dem Zugang pro Person zu Breitbandinternet nur auf den 15. Platz gereiht. Im Vergleich: Noch 2001 hatte man im internationalen Vergleich auf Platz vier gelegen. Betrachtet man die diesbezügliche Entwicklung in aufstrebenden Ländern wie China (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=080115028 ) oder Indien, ist dieser Absturz für viele sehr bedenklich. Laut dem NTIA-Bericht haben mit Ende des Jahres 2006 an die 99 Prozent aller US-Regionen zumindest einen Serviceanbieter von Breitband-Internet in ihrer Nähe. Aus der Analyse der vorhandenen Menge an Daten ergebe sich demnach, dass das ursprünglich angepeilte Ziel eines leistbaren Breitbandzuganges für alle US-Bürger “zu einem hohen Grad” erfolgreich erreicht werden konnte. Von Kritikerseite wird dies allerdings bezweifelt. Man würde die Daten nicht korrekt interpretieren, lautet der Vorwurf. Ein Breitband-Provider müsse beispielsweise nur einen einzigen Wohnsitz pro Postleitzahl-Region betreuen und diese würde dennoch positiv in der Studie gewertet. Der NTIA-Bericht zieht seine Schlussfolgerungen basierend auf Daten der Federal Communications Commission (FCC) und anderer Quellen. Die FCC-Zahlen besagen, dass die Gesamtzahl der Breitbandkabel von 6,8 Mio. im Dezember 2000 auf 82,5 Mio. im Vergleichsmonat des Jahres 2006 gestiegen sind. Berücksichtigt werden muss hierbei aber, dass die Definition des Begriffs “Breitband” oft eine rein subjektive ist. Nach FCC-Bestimmungen gilt die Bezeichnung für Verbindungsgeschwindigkeiten von 200 kilobit pro Sekunde. (Ende)

Aussender: pressetext.austria Redakteur:

Markus Steiner email: steiner@pressetext.com Tel. +43-1-81140-317

31.01.08

Dell plant neue Strategie im Einzelhandel

- Unternehmen/Finanzen -

Computer-Hersteller schließt US-Verkaufsstände

Dell mit neuer Verkaufsstrategie im Einzelhandel (Foto: dell.de)

Round Rock (pte/31.01.2008/13:50) - Der US-amerikanische Computer-Hersteller Dell http://www.dell.de hat angekündigt, alle seiner 140 Verkaufsstände in den USA zu schließen. Diese sind derzeit noch vorwiegend auf Flughäfen und in Einkaufszentren zu finden. Einen erheblichen Nachteil an den betriebseigenen Kiosken bildet der Umstand, einen Dell-Computer nicht vor Ort erwerben, sondern lediglich testen zu können, um ihn anschließend im Internet zu bestellen. “In Deutschland führt Dell keine Verkaufsstände dieser Art. Hierzulande existieren zwei Standorte in Frankfurt und Halle”, erklärt Dell-Sprecher Michael Rufer die Vertriebsstrukturen im Gespräch mit pressetext. In Zukunft will sich Dell weltweit jedoch verstärkt auf das Geschäft im Einzelhandel konzentrieren. Dazu wurden bereits Verträge mit einigen Handelsketten geschlossen, die den Vertrieb unter anderen in Geschäften von Wal-Mart, Staples oder der französischen Carrefour regeln. Außerhalb der USA sollen rund 50 Verkaufsstände erhalten bleiben. Bezüglich weiterer Vertriebspläne in Deutschland gibt sich Rufer bedeckt. Die Schließungen der Kioske resultieren aus Verlusten von Marktanteilen. Die Marktführerschaft in den USA musste an HP abgegeben werden. “Laut Marktforschungsunternehmen IDC sind wir in Deutschland an Marktanteilen derzeit auf Platz vier”, sagt Rufer. Dell würde ein Wachstum oberhalb des Marktes verzeichnen. “Neue IDC-Zahlen kommen zwar erst in den nächsten Tagen, aber das Geschäft entwickelt sich gut”, verrät der Unternehmenssprecher. Das Nutzungs- und Kaufverhalten der Konsumenten habe sich in den letzten Jahren geändert, begründet die US-amerikanische Konzernspitze die Entscheidung zur Filialschließung. Dem PC werden Notebooks immer öfter vorgezogen. Um sich ein genaues Bild von dem Notebook machen zu können, was Design, Gewicht, Größe und Verarbeitung anbelangt, bevorzugt der Kunde den Einkauf im Geschäft gegenüber Online-Shopping. Der Schritt in Richtung Einzelhandel sei außerdem ein Ergebnis des schwächeren Business-Bereichs im Vergleich zum schnelleren Wachstum am Privatkundenmarkt. In den kommenden 18 Monaten sollen von Dell die 20 größten PC-Märkte über den Einzelhandel bedient werden. (Ende)

Aussender: pressetext.deutschland Redakteur:

Manuel Haglmüller email: haglmueller@pressetext.com Tel. +43-1-811-40-315

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