Archiv für January, 2008
31.01.08

YouTube teilt Werbeeinnahmen mit Nutzern

- Medien/Kommunikation -

Geldfluss bleibt offiziellen Partnern vorbehalten

User naschen an Werbeeinnahmen mit (Foto: fotodienst.at)

London/Hamburg (pte/31.01.2008/12:05) - Die Videoplattform YouTube http://www.youtube.com teilt ihre Werbeeinnahmen mit den Nutzern. In den USA und Großbritannien können die User Geld mit dem Posten von Videos verdienen. YouTube-Betreiber Google gibt dabei einen Anteil jener Einnahmen weiter, die über Werbeschaltungen neben den Videos bzw. über In-Video-Ads generiert werden. Eine Ausweitung des so genannten YouTube-Partner-Programms auf weitere Länder ist bereits in Planung. “In Deutschland werden In-Video-Ads auf YouTube noch im ersten Halbjahr 2008 integriert, und zwar auf ausgewählten Videos von Partnern”, erklärt Kay Oberbeck, Sprecher von Google Österreich, im Gespräch mit pressetext. Das bedeute, dass Google die Werbeeinnahmen nur mit jenen teile, die auch einen offiziellen Partner-Vertrag mit der Plattform haben und ihre eigenen Kanäle betreiben.

Für x-beliebige Nutzer soll es keinen Geldfluss geben. “Pro Minute werden auf YouTube zehn Stunden neues Video-Material eingestellt. Unser Anspruch besteht natürlich darin, den YouTube-Nutzern auch unter werblichen Gesichtspunkten relevante Informationen zu liefern. Wir müssen dafür sorgen, dass sich In-Video-Ads thematisch an die betrachteten Clips anlehnen - und eben dieses können wir bei Partner-Videos erzielen. Bei Nutzer-Videos hingegen werden In-Video-Ads nicht eingesetzt”, fügt Oberbeck hinzu. Aber auch die Teilnehmer des YouTube Partner Programms werden nur dann bezahlt, wenn der Nutzer sich aktiv dafür entscheidet, die Werbung bei dem betreffenden Video anzuschauen. Wie hoch der Anteil dann ausfällt, den Google an seine Partner weitergibt, könne nicht konkret gesagt werden. Laut Oberbeck soll der Großteil der generierten Werbeeinnahmen aber an den Partner ausgeschüttet werden.

Umso mehr Videos jemand einstellt und umso populärer diese sind, desto mehr Geld kann auch verdient werden. In den USA, wo das Programm bereits seit einiger Zeit läuft, konnten manche Teilnehmer schon tausende Dollar pro Monat über die Video-Werbung verdienen, heißt es von YouTube. Wer prominent genug ist und hohe Klickraten mit seinen Videos erzielt, wird in das Partner Programm aufgenommen, Nutzer mit einzelnen unbeachteten Beiträgen sollten sich vorerst nichts erwarten.

Nicht nur YouTube gibt einen Teil seiner Werbeeinnahmen an die User weiter. Immer mehr Social-Networking-Seiten und Portale mit nutzergenerierten Inhalten bieten den Mitgliedern die Möglichkeit, Geld zu verdienen. Noch lassen sich laut Experten keine Millionen mit dem Posten von Videos, Fotos oder anderem Content scheffeln, dennoch denken immer mehr Menschen darüber nach. Denn die Zeit, die von Usern auf solchen Seiten verbracht wird, steigt und immer wieder erlangen einzelne Videos bzw. deren Urheber erstaunliche Berühmtheit - allein über den Verbreitungsweg Online-Portal. (Ende)

Aussender: pressetext.deutschland Redakteur:

Claudia Zettel email: zettel@pressetext.com Tel. +43-1-81140-314

31.01.08

IP-Com verklagt Nokia auf zwölf Mrd. Euro

- Politik/Recht -

Patentklage setzt Handykonzern unter Druck

Nokia wegen Patentrechtverletzungen verklagt (Foto: nokia.de)

Pullach bei München (pte/31.01.2008/12:50) - Der finnische Handy-Hersteller Nokia gerät in Deutschland über die umstrittene Werksschließung in Bochum hinaus zusätzlich unter Druck. IP-Com, ein Rechteverwertungsunternehmen aus Pullach bei München, hat den Konzern wegen angeblicher Patentrechtsverletzungen auf eine Schadensersatzsumme von zwölf Mrd. Euro verklagt. Nokia würde insgesamt acht Patentfamilien widerrechtlich nutzen. Per Klage soll nun ein Verbot dieser Nutzung durchgesetzt werden, was einem erzwungenen Verkaufsstopp in mehreren Ländern gleichkommen würde. Die Klage wurde Anfang Januar beim Landgericht Mannheim eingebracht, wobei Verhandlungen über eine mögliche außergerichtliche Einigung schon länger geführt worden seien. Nokia beruft sich unterdessen auf eine teilweise Ungültigkeit der angefochtenen Patente. Nach Konzern-Ansicht sind die Forderungen von IP-Com absolut übertrieben. Welche Patente konkret betroffen sind, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar. Die betroffenen Patentfamilien hatte IP-Com Ende 2006 vom ursprünglichen Inhaberunternehmen Robert Bosch gekauft. Nun sollen die Lizenzgelder “mit Rückendeckung durch den Private-Equity-Fonds Fortress in aller Konsequenz” eingeklagt werden, heißt es von dem Unternehmen. Fortress hält rund 50 Prozent an IP-Com. Die Finanzierung der Prozesskosten von Patentklagen mittels Fonds kann den beteiligten Unternehmen schnelles Geld ohne besonderen Aufwand einbringen. (Ende)

Aussender: pressetext.deutschland Redakteur:

Manuel Haglmüller email: haglmueller@pressetext.com Tel. +43-1-811-40-315

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