Archiv für November, 2007
30.11.07

Facebook beugt sich Kritik an Marketingtool

- Medien/Kommunikation -

Massenproteste führen zu Abschwächung der Spion-Werbung

Facebook gibt Protesten nach (Foto: facebook.com)

San Francisco (pte/30.11.2007/12:36) - Die Networking-Plattform Facebook http://www.facebook.com rudert zurück und hat eine abgeschwächte Form ihres neuen Web-Marketingtools angekündigt. Die vor wenigen Wochen neu eingeführte Online-Werbung, bei der das Surfverhalten der Nutzer auch außerhalb des Portals beobachtet wird, hatte heftige Proteste bei Datenschützern und verärgerten Mitgliedern hervorgerufen (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=071122020 ). Wie die New York Times berichtet, haben in den vergangenen zehn Tagen mehr als 50.000 Facebook-Nutzer eine Petition unterzeichnet, die sich gegen das umstrittene Marketingtool wendet. Die Mitglieder forderten eine Web-Funktion, die es ermöglicht, das Werbeprogramm mit einem Klick komplett auszuschalten. Facebook allerdings verwehrte sich bisher dagegen. Nun kommen die Plattform-Betreiber aufgrund des gesteigerten Drucks den Nutzern zumindest auf halber Strecke entgegen und wollen künftig keine Nachrichten über das Surfverhalten versenden, wenn dem nicht in jedem einzelnen Fall explizit zugestimmt wird. Die Organisation MoveOn.org http://www.moveon.org , die für die Online-Petition verantwortlich ist, begrüßte diesen Schritt. “Bislang gingen sie davon aus, dass das Ignorieren einer Benachrichtigung über die Werbemaßnahme einer Zustimmung gleichkommt”, so Adam Green, Sprecher von MoveOn. Wenn Facebook eine Politik verfolgen würde, wonach keine privaten Kaufentscheidungen auf anderen Webseiten ohne Erlaubnis auf der Plattform öffentlich gemacht werden, dann wäre das ein Schritt in die richtige Richtung, meint Green. Laut Facebook sind jene Nutzer, die sich beschweren, eine marginale Minderheit und in einiger Zeit würden sich die Nutzer an Beacon - so der Name des Werbeprogramms - gewöhnen. Für Facebook-Gründer Mark Zuckerberg ist das Marketingtool nur eine Erweiterung der Empfehlungsmöglichkeiten, beispielsweise für Bücher oder Filme, unter den Nutzern. Viele Internetunternehmen wie Google, AOL und Microsoft nutzen längst ähnliche “Spionage-Tools”. Sie verfolgen das Surfverhalten der User und schicken diesen dann Werbung, die sich an konkreten Suchanfragen oder an Webseiten orientiert, die besucht wurden. Die heftigen Proteste seitens der Facebook-Mitglieder scheinen trotz der unbestrittenen Datenschutzproblematik auch ein wenig paradox. Denn gerade Nutzer von Social-Networking-Portalen und ähnlichen Web-2.0-Angeboten sind grundsätzlich für ihr öffentliches Mitteilungsbedürfnis bekannt und stellen oft Unmengen an privaten Details zur Schau. So warnen mittlerweile viele Experten vor den Gefahren des Social-Networkings und sehen darin sogar eine mögliche Bedrohung für künftige Karrierepläne (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=071124003 ). (Ende)

Aussender: pressetext.austria Redakteur:

Claudia Zettel email: zettel@pressetext.com Tel. +43-1-81140-314

30.11.07

Online-Bewertungen beeinflussen Offline-Kaufverhalten

- Medien/Kommunikation -

Konsumenten orientieren sich zunehmend an Internet-Postings

Online-Bewertungen bestimmen Kaufentscheidungen (Foto: fotodienst.at)

Reston/Hamburg (pte/30.11.2007/13:17) - Online-Bewertungen nehmen einen immer größeren Einfluss auf das allgemeine Kaufverhalten von Konsumenten. Wie eine aktuelle comScore-Studie http://www.comscore.com in Zusammenarbeit mit dem Markforscher Kelsey Group http://www.kelseygroup.com zeigt, haben nutzergenerierte Beurteilungen von Produkten und Dienstleistungen eine deutliche Auswirkung auf die Kaufentscheidungen in der Offline-Welt, also auf das klassische Shopping vor Ort. So wirken sich die Online-Postings insbesondere darauf aus, zu welchem Preis die Kunden bereit sind, ein bestimmtes Produkt in einem Geschäft zu erwerben. Laut der Umfrage unter 2.000 US-Internetnutzern zahlen die Konsumenten in der Regel freiwillig mindestens 20 Prozent mehr für eine Dienstleistung, wenn diese im Web mit einer Höchstnote bewertet wurde. Inzwischen informiert sich knapp jeder vierte Web-User (24 Prozent) mittels Online-Bewertungen über den Preis eines Produkts oder einer Dienstleistung. Erst danach gehen die Konsumenten in einen Laden vor Ort, um dort ihre Kaufentscheidung zu treffen. So besuchen beispielsweise 41 Prozent jener, die Internet-Postings zur Hilfe nehmen, daraufhin ein empfohlenes Restaurant. Bei Hotelbewertungen sieht es ähnlich aus: 40 Prozent entscheiden sich nach dem Lesen von Online-Bewertungen für eine konkrete Übernachtung. Aber auch für die Bereiche Reisen, Automobil, Haushalt, Medizin und Rechtsfragen spielen Internet-Beurteilungen eine signifikante Rolle. Dass Kundenbewertungen im Internet einen entscheidenden Einfluss auf das Kaufverhalten haben, bestätigen auch Studien des Softwareunternehmens novomind http://www.novomind.de in Deutschland: “67,3 Prozent aller Internetnutzer nutzen Preisvergleichsportale, um Kundenbewertungen zu lesen, wie eine Erhebung von März dieses Jahres zeigt”, heißt es auf Nachfrage von pressetext. Die beliebtesten Plattformen dafür seien Marktplatzseiten wie beispielsweise Amazon (70,2 Prozent), Preisvergleichsportale (67,3 Prozent) sowie Anwenderforen (54 Prozent). Generell steht das Thema Kosten beim Internetshopping an zweiter Stelle. “65 Prozent der Internetnutzer gehen zum Online-Shoppingbummel, um Preise zu vergleichen”, so die Information von novomind. Laut der aktuellen comScore-Studie sagen mehr als drei Viertel der Internetnutzer, die sich online schlau machen, von sich selbst, dass die Bewertungen einen erheblichen Einfluss auf ihr Kauf- und Konsumverhalten haben. Dabei liegt der Bereich Hotels mit 87 Prozent an erster Stelle. Fast genauso wichtig sind die Kundenbeurteilungen in Bezug auf Reisen (84 Prozent) und Restaurants (79 Prozent). Das Vertrauen in die Nutzer-Postings scheint berechtigt. Denn 97 Prozent jener, die sich aufgrund von Online-Bewertungen für ein Produkt oder einen Service entschieden haben, sind im Nachhinein auch damit zufrieden gewesen. (Ende)

Aussender: pressetext.deutschland Redakteur:

Claudia Zettel email: zettel@pressetext.com Tel. +43-1-81140-314

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