Archiv für October, 2007
31.10.07

Druckereibetriebe werden zum Allround-Dienstleister

- Unternehmen/Finanzen -

Marktschwierigkeiten liegen häufig jenseits der Maschine

Druckereien müssen heute mehr können als nur Drucken (Foto: pixelio.de)

Düsseldorf/Heidelberg (pte/31.10.2007/12:50) - Die deutsche Druckereibranche hat mit einem Rückgang bei der Anzahl der Betriebe zu kämpfen. Aktuell umfasst dieser Wirtschaftssektor rund 11.000 Unternehmen. “Das sind leider gut 25 Prozent weniger als noch vor sechs Jahren. Die Branche beschäftigt rund 180.000 Mitarbeiter, das sind leider ebenfalls gut 25 Prozent weniger als vor fünf Jahren”, konstatiert Oliver Curdt, Geschäftsführender Vorstand des Verbandes Druck + Medien in Nordrhein-Westfalen http://vdmnrw.de . Das sei ein Beleg für den enormen Umbruch und strukturellen Wandel, den die Branche in den vergangenen Jahren erlebt hat.

“Im Druckgewerbe dominieren klein- und mittelständische Betriebe. 70 Prozent haben weniger als zehn Mitarbeiter, 84 Prozent weniger als 20 Beschäftigte und nur 2,5 Prozent der Unternehmen haben mehr als 100 Beschäftigte. Solche Betriebe müssen heute mit Hilfe von modernster Technik und klaren, strukturierten Prozessen in der Lage sein, unter gleichen Bedingungen wie Großbetriebe zu arbeiten, denn mit diesen steht man heute im Wettbewerb. Eine Druckerei muss wesentlich mehr bieten, als den reinen Druck. Kundenorientierung, zielgruppenspezifische Angebote, Dienstleistungen um das Drucken herum, Arbeiten in einem Netzwerk und das alles in kurzer Zeit und mit hoher Qualität”, so die Marktkenntnisse von Curdt.

Auch Mut und Risiko der Unternehmen gehöre dazu, denn besonders die Investitionen in moderne Vorstufen- und Drucktechnik seien schnell im siebenstelligen Bereich angekommen. “Dazu kommt, dass die Investitionszyklen aufgrund der voranschreitenden Technik und Automatisierung immer kürzer werden: Computer und Software innerhalb von zwei Jahren, Druckmaschinen spätestens nach sechs bis acht Jahren”, weiß Curdt.

Nach Untersuchungen des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) http://www.vdma.org haben Dienstleistungen innerhalb der vergangenen Jahre an Bedeutung gewonnen. Dazu zählen nicht nur klassische Dienstleistungen wie Inbetriebnahme und Instandhaltung, sondern vor allem höherwertige Services wie Schulungen, Planung und Beratung. Moderne Technik mit der bestmöglichen Wartung allein wird demnach den Geschäftserfolg auf Dauer nicht gewährleisten können. “Für die Anbieter wie für die Printmedien-Unternehmen gilt es vielmehr, sich gezielt auf Veränderungen einzustellen, sie vorausschauend selbst zu gestalten und so in Marktchancen umzumünzen”, heißt es im Systemservice Report von Heidelberger Druck http://www.heidelberg.com . Auf Herstellerseite mache dies neue Dienstleistungen erforderlich, die ihre Kunden auf breiter Basis unterstützen, ihre Geschäftsmodelle der aktuellen Marktsituation anzupassen. “Die Schwierigkeiten liegen häufig jenseits der Funktion einer Maschine”, lautet das Fazit bei Heidelberger Druck. (Ende)

Aussender: pressetext.deutschland Redakteur:

Gunnar Sohn email: sohn@pressetext.com Tel. +49-228-6204474

31.10.07

Social Networking im Dienste der Familie

- Medien/Kommunikation -

Online-Plattformen halten Kommunikation aufrecht

Familienzusammenhalt im Internet (Foto: myfamily.com)

New York/Wien (pte/31.10.2007/13:29) - Social Networking im Internet dient mittlerweile auch dem Familienzusammenhalt. Immer mehr Plattformen sind speziell darauf ausgerichtet, Familienmitglieder an einem gemeinsamen - wenn auch virtuellen - Ort zu versammeln und ihnen die Möglichkeit zum mehr oder weniger privaten Austausch zu geben. Wie das Wall Street Journal berichtet, sind Portale wie Myfamily http://www.myfamily.com oder MyGreatBigFamily.com http://www.mygreatbigfamily.com besonders für jene Menschen interessant, die weit voneinander entfernt leben, um den Kontakt zueinander aufrecht zu erhalten. Die Plattformen bieten unter anderem die Möglichkeit, Fotos und Videos hochzuladen, Neuigkeiten auszutauschen oder auch einen Familienstammbaum einzurichten. “Ich glaube, dass gerade heutzutage, wo es viele neue Familienformen gibt, neue Medien generell sehr gut dafür geeignet sind, um die Kommunikation aufrecht zu erhalten. Das gilt sowohl für Familien als auch für Partnerschaften”, meint Olaf Kapella, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Österreichischen Instituts für Familienforschung (ÖIF) http://www.oif.ac.at , im Gespräch mit pressetext. Allerdings sei der Kontakt via Online-Portale eher als Überbrückung für eine bestimmte Zeit, aber nicht als dauerhafter Ersatz für reale Treffen bzw. körperliche Nähe geeignet. Einige der Familien-Netzwerke wie beispielsweise Myfamily stehen den Nutzern völlig kostenfrei zur Verfügung, während andere wiederum monatliche oder jährliche Gebühren verrechnen. MyGreatBigFamily bietet dafür zum Beispiel noch zusätzliche Funktionen wie Online-Chats oder Hintergrundmusik an. Generell sollten die Betreiber versuchen, ihre Portale so zu gestalten, dass sie für verschiedene Altersgruppen interessant und auch für ältere Semester leicht bedienbar sind. Laut Wall Street Journal gestaltet sich Myfamily, das eigentlich schon seit zehn Jahren besteht und gerade generalüberholt wurde, in dieser Hinsicht sehr gut ab. Dem Betreiber Generations Network gehört außerdem die Ahnenforschungsplattform Ancestry http://www.ancestry.com , von der aus Inhalte mit Myfamily verlinkt werden können. Die Erstellung eines Familienprofils gestaltet sich auf vielen Seiten ähnlich. Während aber auf den meisten Portalen zunächst ein Benutzername gewählt werden muss, kann bei Myfamily sofort mit der Gestaltung der Familenseite begonnen werden. Jener Nutzer, der das Familienprofil erstellt, wird gleichzeitig zum Administrator und kann andere Mitglieder einladen. Die Plattform bietet sogar die Möglichkeit, Sprachkommentare zu hinterlassen, die die Kommunikation zwischen den Familienmitgliedern noch persönlicher machen. “Der Vorteil solcher Portale ist, dass der Kontakt auf ganz anderer Ebene gehalten werden kann als früher, wo getrennt lebende Menschen nur über Briefe kommunizieren konnten. Eine Konferenzschaltung beispielsweise schafft eine ganz andere Nähe, als wenn man sich nur schriftlich über den Postweg austauscht”, sagt Kapella gegenüber pressetext. (Ende)

Aussender: pressetext.austria Redakteur:

Claudia Zettel email: zettel@pressetext.com Tel. +43-1-81140-314

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