Archiv für September, 2007
29.09.07

52 Reiseziele für Profi-Traveller und chronische Daheimbleiber

- Tourismus/Reisen -

Buch-Neuerscheinung: “Logbuch Welt” von Martin Amanshauser

Wien (pte/29.09.2007/13:50) - (R E Z E N S I O N) Der Reisejournalist und Autor Martin Amanshauser versammelt in seinem neuen “Logbuch Welt” 52 Reiseziele aus fünf Kontinenten. Das Buch, das im Christian Brandstätter-Verlag http://www.cbv.at erschienen ist, basiert auf den Reisekolumnen, die der Autor in der Tageszeitung “Die Presse” unter dem Titel “Amanshausers Welt” veröffentlicht hat.

Der Umschlagtext des “Logbuch Welt” ist irreführend, wenn dort zu lesen ist: “In diesem Logbuch sind Orte versammelt, die sie unbedingt kennen lernen müssen und solche, die sie getrost vergessen können.” Amanshauser beschreibt nämlich nicht Reisedestinationen, Landschaften oder gar Hotels im herkömmlichen Sinn, sondern fast ausschließlich Begegnungen mit Menschen in ihrer Heimat - und diese gestalten sich logischerweise als individuelle Ereignisse und nicht als Anleitungen zum “Nachreisen”. So trifft er auf deutsche Rentner in Übersee, berichtet über die Begegnung mit dem Teufel im syrischen Hamam, das Zusammentreffen mit zwei korrupten russischen Polizisten in Moskau und die Suche nach einem Speicherchip für die Digitalkamera in Teheran. Berührend ist die Erzählung über den obdachlosen Poeten Jimmy am Bondi Beach in Sydney, amüsant die Ausführungen des Omanischen Bergführers Abdul Wahid über den Unsinn der Touristen, Wasser auf den Berg zu schleppen, um es dann zu trinken.

Es sind Charaktere, die der Autor in den vergangenen zehn Jahren als Reisejournalist getroffen hat und denen er hier in gebundener Form Tribut zollt. Einige dieser Geschichten sind heiter, andere sind subtil unaufgeregt, manche schaffen Betroffenheit und bei manchen friert einem das Lachen überhaupt ein. Amanshauser macht weit mehr, als bloße Beschreibungen der Landschaft und der Menschen zu liefern - und er stellt sich als Europäer auch so manchen aufwerfenden Fragen, die einem durch den Kopf gehen, die man allerdings niemals laut aussprechen oder gar stellen würde. Das macht das Buch sehr interessant und sehr bunt. Vor allem streicht es die Erzählqualität des Autors hervor. Die Sätze sind kurz und prägnant, wirken deswegen noch pointierter.

Amanshauser weist nur selten darauf hin, welche Art der Reise er gewählt hat. Bei seiner Story von Myanmar wird es evident, dass es ein Luxusschiff war, auf dem der Autor gereist ist. Dementsprechend oberflächlich bleibt die Geschichte. Die Begegnung mit dem Schiffsarzt, der die lokalen Garküchen als Ursache für Übelkeit identifizierte und nicht die Schiffsküche, wirkt wie aus einer anderen Welt. Auch die groteske Begegnung mit einer jungen Frau, die 18 Dollar in burmesischen Kyats als Geschenk erhält, weil der Autor noch am selben Tag das Land verlassen wird, fällt aus dem Rahmen. Die Geschichte über die ohnehin bekannte Wiener Unfreundlichkeit gehört nicht unbedingt dazu.

Reisekolumnen funktionieren auch in Buchform, wenn sie reich bebildert geschrieben werden und sich gut lesen lassen und über die unnötigen Beschreibungen der reinen Fakten hinausgehen. Bill Bryson hat das eindrucksvoll gezeigt und avancierte vom Kolumnisten zum bekannten Autor, der weit über die Grenzen hinaus bekannt geworden ist. Bücher wie das “Logbuch Welt” machen Lust auf das Reisen - aber vor allem auf jene Art des Reisens, die Begegnungen jenseits der All-Inclusive-Clubs und Fünf-Sterne-Hotels möglich werden lassen. (Ende)

Aussender: pressetext.austria Redakteur:

Wolfgang Weitlaner email: weitlaner@pressetext.com Tel. +43-1-811 40-307

29.09.07

Euro 08 wird auch ein Fest der Wirtschaft

- Unternehmen/Finanzen -

Wirtschaftlicher Erfolg nicht von sportlichen Leistungen abhängig

Eines ist fix: Die Euro 08 wird ein wirtschaftlicher Erfolg

Wien (pte/29.09.2007/13:50) - Genau 252 Tage vor Beginn der Fußball-Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz sind sich Experten aus Sport, Wirtschaft und Medien einig: Die Wirtschaft und insbesondere die Werbewirtschaft werden aus der Euro 2008 http://www.euro2008.com eindeutig als Sieger hervorgehen - und das unabhängig davon, ob die heimischen Teams sportliche Erfolge erzielen oder nicht. “Die Euro wird nicht nur ein Fest des Sports, sondern auch ein Fest der Wirtschaft”, so Sportstaatssekretär Reinhold Lopatka in einer Diskussion im Rahmen der Österreichischen Medientage http://www.medientage.at .

Schätzungen von Wirtschaftsinstituten zufolge generiert die Euro 08 in Österreich rund 6.000 langfristige Arbeitsplätze und erzeugt ein zusätzliches positives Bruttoinlandsprodukt (BIP) von rund 0,15 Prozent, wie der Generalsekretär-Stv. der Österreichischen Wirtschaftskammer Reinhold Mittlerlehner vorrechnet. Die österreichische Bundesregierung erwartet sich von der Euro 08 Steuereinnahmen von rund 140 Mio. Euro. Lopatka sieht daher die Investitionen des Bundes in der Höhe von 130 Mio. Euro voll gerechtfertigt.

Für Dietmar Hoscher, Vorstandsmitglied der Casinos Austrias, zählt der wirtschaftliche Erfolg jedoch nur, wenn er nachhaltig erzielt wird. “Entscheidend ist, wie die Zeit danach läuft, da es für uns als Sportwettenanbieter während der Europameisterschaft eher Verluste geben wird”, so Hoscher, der sich jedoch zuversichtlich zeigt, neue Zielgruppen mit dem zweitgrößten Sportevent der Welt ansprechen zu können.

Heiß diskutiert wurde auch die Frage, wie sich österreichs Unternehmen im Rahmen der Europameisterschaft trotz der strengen Werbebeschränkungen seitens der UEFA präsentieren können. Die Österreichische Wirtschaftskammer hat in harten Verhandlungen mit der UEFA einige Teilerfolge erzielen können. So wurde vereinbart, dass kleine Unternehmen nicht gestraft werden, wenn diese kleine Verfehlungen begehen. “Der Bäcker, der das Euro08-Brot verkauft, wird von der UEFA keine Millionenklage bekommen”, weiß Mitterlehner. Dennoch ist die UEFA weiterhin bedacht darauf, dass die offiziellen (Werbe-)Partner der Europameisterschaft geschützt werden. “Das unrechtmäßige Verwenden der geschützten Wort- und Bildmarken wird von der UEFA nicht toleriert”, so Mitterlehner weiter. Strittig sei jedoch noch, welche Begriffe darunter zu verstehen sind, “da beispielsweise Euro auch eine Währung ist und daher aus unserer Sicht rechtmäßig verwendet werden darf”. Die Wirtschaftskammer hat daher auch eigens einen Anwalt beauftragt, diese Fälle zu untersuchen und österreichischen Unternehmen mit Rat und Tat zur Verfügung zu stehen.

Einig waren sich die Diskutanten auch darin, dass Fußball - auch wenn der sportliche Erfolg nicht gegeben ist - immer eine attraktive Sponsoringplattform bleiben wird. “Fußball ist der Emotionsfaktor Nr. 1 unter allen Sportarten in Europa. Bei einem Event wie die Europameisterschaft muss und kann der wirtschaftliche Faktor vom sportlichen getrennt werden”, so Format-Chefredakteur Anton Pelinka abschließend. (Ende)

Aussender: pressetext.austria Redakteur:

Michael Fiala email: fiala@pressetext.com Tel. +43-1-81140-303

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