Archiv für August, 2007
31.08.07

GB: Regionalzeitungen geraten ins Straucheln

- Medien/Kommunikation -

332 Mio. Euro Umsatzrückgang trotz wachsendem Onlinegeschäft

Regionalzeitungen kämpfen mit Verlusten (Foto: pixelio.de)

London (pte/31.08.2007/06:15) - Der Regionalzeitungsmarkt in Großbritannien hat im vergangenen Jahr rund 332 Mio. Euro an Einnahmen verloren. Die Verleger investierten zwar sehr stark in ihr Online-Geschäft, verabsäumten es jedoch den sinkenden Auflagenzahlen und Werbeeinnahmen im Printbereich entgegenzuwirken, wie die Financial Times berichtet. In einer aktuellen Studie der Newspaper Society http://www.newspapersoc.org.uk zeigt sich, dass die Anzahl der Webseiten, die von den 85 regionalen und lokalen Zeitungen des Verbandes betrieben werden, um ein Drittel gewachsen ist. Doch die Umsätze aus dem traditionellen Werbegeschäft sanken in den Keller. Dieses Loch konnten auch die guten Ergebnisse im Online-Bereich nicht auffüllen. Seitens der Industrie spricht man über das Jahr 2006 von einem Tiefpunkt. Die meisten regionalen Blätter konnten in diesem Jahr bereits einen leichten Aufwärtstrend vermelden. Laut Analysten ist es aber in jedem Fall noch ein weiter Weg, bis die steigenden Onlineumsätze eine tatsächliche Rettung für die Regionalzeitungen werden könnten. Doch nicht nur bei regionalen Titeln zeigt sich der Trend zu steigenden Internet-, aber fallenden Printeinnahmen. Die Entwicklung betrifft durchaus den gesamten Zeitungsmarkt - sowohl in Großbritannien als auch in anderen europäischen Ländern und den USA. Der Spagat zwischen Onlineauftritt und klassischer Druckversion ist mittlerweile ein weit verbreitetes Thema (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=061031026 ). “Das Internet ist ein nützliches Tool für Kleinanzeigen mit Funktionalitäten, die es im Print nicht gibt. Daher ist das Web auch sehr wichtig für die regionalen Verleger”, meint Numis-Analyst Richard Hitchcock. Dennoch müssten die Regionalzeitungen aber daran arbeiten, sich neu zu positionieren und die Online-Einnahmen auch für ihr Kerngeschäft zu nutzen. Doch dahingehend zeigt sich Hitchcock eher pessimistisch und glaubt nicht an einen neuen Aufschwung im Printsegment. Die Online-Werbeumsätze der Regionalzeitungen wuchsen im vergangenen Jahr um geschätzte 16 Mio. Euro. Die Print-Werbeeinnahmen hingegen verzeichneten einen Rückgang von 276 Mio. Euro. (Ende)

Aussender: pressetext.austria Redakteur:

Claudia Zettel email: zettel@pressetext.com Tel. +43-1-81140-314

30.08.07

YouTube teilt Geld mit Musikern

- Medien/Kommunikation -

Videoplattform und britische Musikindustrie kooperieren

YouTube bezahlt für Musik (Foto: fotodienst.at)

London (pte/30.08.2007/11:36) - YouTube http://www.youtube.com und die britische Musikindustrie werden künftig zusammenarbeiten. Der Videoplattform-Betreiber Google hat mit der MCPS-PRS Alliance http://www.mcps-prs-alliance.co.uk , jener Gesellschaft, die in Großbritannien für das Einheben von Lizenzgebühren zuständig ist, eine Kooperation vereinbart. In Zukunft sollen über 50.000 Künstler und Komponisten, deren Musik in Videos auf der britischen Version von YouTube zu hören ist, dafür bezahlt werden. Insgesamt umfasst die Vereinbarung mehr als zehn Mio. Musiktitel, die nun legal auf der Plattform benutzt werden dürfen, wie britische Medien berichten. Wie hoch die einzelnen Gebühren sind, die Google für die lizenzierte Musik an die Musikindustrie auf den Tisch legt, wurde nicht bekannt gegeben. “Das ist die erste umfassende Kooperation”, sagt Steve Porter, Chief Executive bei der MCPS-PRS, über den Deal. Zwar habe es in den USA bereits ähnliche Vereinbarungen zwischen YouTube und Rechteinhabern gegeben, diese seien aber zumeist nur vorübergehend gewesen. “In Deutschland sind derlei Kooperationen derzeit kein Thema, da es bislang keine eigene deutsche Version der Videoplattform gibt”, heißt es seitens Google Deutschland auf Nachfrage von pressetext. Die Bekanntgabe des Deals kam gestern, Mittwoch, als News Corp und NBC den Namen für ihre neue gemeinsame Videoplattform öffentlich machten. Hulu soll mit Content von NBC und Fox Network befüllt werden - darunter populäre Serien wie die Simpsons und 24. Bereits im März hatten die beiden Fernsehsender verlauten lassen, an einem Projekt zu arbeiten, dass zum “YouTube-Killer” werden soll. Beide hatten außerdem lange Kämpfe mit Google ausgetragen, um zu verhindern, dass Clips ihrer Sendungen ohne Freigabe auf YouTube auftauchen. Im Zuge der Kooperation zwischen YouTube und der britischen Musikindustrie sollen die Einnahmen nun ähnlich aufgeteilt werden, wie das bei vielen Radio- und Fernsehsendern üblich ist. Die MCPS-PRS bekommt zunächst das Geld und entscheidet dann, wie die Einnahmen an die einzelnen Mitglieder weitergegeben werden. Die Verteilung orientiert sich danach, welche Musik auf der Videoseite gespielt wurde. Dazu soll gemeinsam mit YouTube ein Programm auf der Plattform integriert werden, das registriert, welche Musik in den Videos zum Einsatz kam. Da nicht alle Millionen von Videos kontrolliert werden könnten, wolle man sich auf die fünf bis zehn Prozent der meistgeschauten Videos konzentrieren und danach hochrechnen. (Ende)

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Claudia Zettel email: zettel@pressetext.com Tel. +43-1-81140-314

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