Archiv für July, 2007
31.07.07

IBM-Mitarbeiter: Verhaltenskodex für Second Life

- Medien/Kommunikation -

Angestellte sollen Firma auch virtuell würdig vertreten

Verhaltenskodex für IBM-Mitarbeiter auf Second Life (Foto: secondlife.com)

New York (pte/31.07.2007/13:05) - IBM-Mitarbeiter haben auf ein angemessenes Äußeres zu achten, Diskriminierungen und Beleidigungen zu unterlassen und intellektuelles Eigentum des Unternehmens zu schützen - und das nicht nur in der Arbeitswelt, sondern auch in den virtuellen Welten des Internets. Damit ist IBM der erste Arbeitgeber, der offizielle Verhaltensregeln für seine Angestellten, die sich in Second Life oder ähnlichen Online-Communities bewegen, aufgestellt hat. Ob etwaige Verletzungen der Vorschriften disziplinär bestraft werden könnten, ist unklar.”Wenn die Figur als Vertreter der Firma erkennbar ist, darf der Arbeitgeber bestimmt mitreden”, meint Irene Holzbauer, Expertin für Arbeitsrecht der Arbeiterkammer Wien. In Österreich seien diese Belange jedoch durch geltendes Recht geregelt, kommentiert ein anderer Jurist:”Die Gesetze gelten sowohl in der Realität als auch in virtuellen Welten.” Unternehmen fühlen sich in Second Life und ähnlichen Online-Welten immer mehr zuhause. Große Firmen nutzen die virtuellen Communities, um Meetings ihrer Mitarbeiter abzuhalten oder Kontakt zu Kunden aufzunehmen. Um peinliche Zwischenfälle zu vermeiden, schreibt IBM seinen Mitarbeiter nun vor, wie sie sich online zu verhalten haben. Die rechtliche Grundlage ist allerdings zweifelhaft. “Privat ist immer noch privat. Die Arbeitsachse ist für mich schwer herzustellen, denn hier wagt sich das Unternehmen eindeutig in das private Umfeld der Menschen”, gibt der Rechtsexperte zu Bedenken. Ein weiterer, großer Technologiekonzern geht einen ähnlichen Weg. Intel gibt seinen Angestellten Tipps, wie sie sich in der virtuellen Realität zurecht finden und plant in Zukunft freiwillige Kurse für Interessierte anzubieten. Kürzlich sicherte das Unternehmen für seine Mitarbeiter auf der Plattform Second Life den Nachnamen “Intel”. Man wolle Angestellten, die noch unsicher im Umgang mit virtuellen Communities sind, helfen, sich anhand dieser Richtlinien zu orientieren, erklärt Gina Bovara, Marketing-Managerin von Intel. Kritiker halten die Herangehensweise der Unternehmen für schwerfällig und obsolet. Firmen, die keine speziellen Verhaltensrichtlinien aufstellen, bewegten sich nicht auf unsicherem Terrain, denn gewohnte Regeln würden auch im Internet gelten. Doch IBM sieht seine Maßnahmen als offizielles Bekenntnis zu den neuen, virtuellen Communities. “Das 3D-Internet wird großen Einfluss auf die Geschäftswelt, auf IBM und auf die Kunden haben. Der einzige Weg damit umzugehen, ist dieses neue Medium zu nutzen”, bestätigt Irving Wladamsky-Berger, ehemaliger IBM-Mitarbeiter und Professor am Massachusetts Institute of Technology. (Ende)

Aussender: pressetext.austria Redakteur:

Georg Eckelsberger email: eckelsberger@pressetext.com Tel. +43-(0)1-81140-315

31.07.07

Networking-Plattformen verändern Musikgeschmack

- Medien/Kommunikation -

Facettenreichtum dank Internet gestiegen

Social Networking beeinflusst Musikgeschmack (Foto: MySpace)

London (pte/31.07.2007/13:40) - Social-Networking-Plattformen im Internet hinterlassen Spuren beim Musikgeschmack der Nutzer. Wie eine Studie von Entertainment Media Research http://www.entertainmentmediaresearch.com belegt, ist das Hörverhalten der User inzwischen sehr viel ausgeprägter und breiter gefächert, weil die Plattformen jede Menge Musik bereitstellen, die sonst nicht so einfach zugänglich wäre. Mehr als die Hälfte der Internetnutzer kommt über die Netzwerkseiten mit Songs und Künstlern in Berührung, die ihnen zuvor unbekannt waren. Etwa drei Viertel gaben im Zuge der Studie an, zumindest gelegentlich Musik zu hören, die sie aufgrund des Hörverhaltens anderer Nutzer kennengelernt haben. “Prinzipiell bieten solche Plattformen natürlich ein großes, breit gesplittetes Angebot. Meiner Erfahrung nach ist aber das, was dort nachgefragt wird, im Wesentlichen ähnlich wie die Nachfrage in der Offline-Welt”, meint Thomas Böhm, Pressesprecher vom Verband der Österreichischen Musikwirtschaft - IFPI Austria http://www.ifpi.at , im Gespräch mit pressetext. Es gebe wohl einige User, die ihren Geschmack im Web erweitern, die große Masse tue das aber nicht, sondern sei sowohl on- als auch offline an derselben Musik interessiert. Laut Studie hat dennoch zumindest ein Drittel der Befragten CDs oder legale Downloads von der Musik gekauft, die zuvor auf den Networking-Portalen entdeckt worden war. “Social-Networking-Plattformen verändern grundlegend die Art und Weise, wie wir Musik entdecken, nutzen und anschaffen”, ist Russel Hart, Chef von Entertainment Media Research, überzeugt. Die Dynamik der Demokratisierung, Mund-zu-Mund-Propaganda und die sofortige Verfügbarkeit im Netz würden einerseits eine Herausforderung, andererseits aber auch große Chancen für fortschrittlich denkende Musikunternehmen bieten. Gleichzeitig zeigt die Studie aber auch, dass sich das Wachstum am legalen Downloadmarkt etwas verlangsamt hat. Und immer noch kämpfen die Plattenfirmen mit der weiten Verbreitung von illegalen Download-Portalen und deren großer Akzeptanz unter den Nutzern. “Einerseits wirken sich die Netzwerk-Webseiten sowie das Downloadgeschäft insgesamt natürlich positiv auf die Musikindustrie aus. Die Onlineumsätze steigen stark an. Doch leider erfolgt ein großer Teil des Konsums nach wie vor aus illegalen Quellen”, bestätigt auch Böhm gegenüber pressetext. Die Musikunternehmen müssten weiterhin hart gegen die Piraterie ankämpfen und versuchen, legale Downloads stärker im Bewusstsein der Nutzer zu verankern. Derzeit fürchten nur 33 Prozent der Download-User, dass sie beim Herunterladen von illegalen Tracks erwischt werden könnten. (Ende)

Aussender: pressetext.austria Redakteur:

Claudia Zettel email: zettel@pressetext.com Tel. +43-1-81140-314

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