Archiv für April, 2007
30.04.07

Umweltschutz wird zu Marketinginstrument

- Medien/Kommunikation -

Werbeagenturen stürzen sich auf Öko-Themen

London (pte/30.04.2007/06:20) - Umweltschutz ist ein derzeit ein vieldiskutiertes Thema und stark in der Öffentlichkeit präsent. Werbeagenturen machen sich dieses Umweltbewusstsein jetzt zunutze und stellen den ökologischen Aspekt von Produkten stärker in den Vordergrund, berichtet die britische Zeitung “The Independet”. Doch nicht nur bei Produktvermarktung wird verstärkt auf Ökologie gesetzt, auch Celebreties und Politiker springen auf den Zug auf und geben sich umweltbewusst. Die britische Queen hat vor kurzem angekündigt, sämtliche Emissionen, die bei ihrem Staatsbesuch in den Vereinigten Staaten entstehen, zu kompensieren, indem sie Geld für Umweltschutzorganisationen spendet. Viele Organisationen bieten dieses Service für umweltbewusste Vielflieger an: Entsprechend der zurückgelegten Kilometer und des Kohlendioxidausstoßes wird die Höhe der nötigen finanziellen Kompensation berechnet.

Für Werbeagenturen ist die allgegenwärtige Diskussion um globale Erwärmung ein gefundenes Fressen. Umweltschutz ist eine Idee, die weltweit verankert ist und so kann Werbung, die auf dieses Thema setzt, ein sehr breites Publikum ansprechen. Vor allem Produkte für gehobene Käuferschichten präsentieren sich in der Werbung von ihrer umweltfreundlichen Seite. Auch Autohersteller, die bislang von Umweltschutz wenig wissen wollten, geben sich nun als Vorreiter der ökologischen Nachhaltigkeit. So hat der schwedische Autohersteller Saab, der zu General Motors gehört, nun ein Bio-Auto auf den Markt gebracht. Im Werbespot soll mit Delfinen und Schmetterlingen das Umweltbewusstsein der potenziellen Käufer angesprochen werden.

Das Interesse am Umweltschutz nützen auch Zeitungen, die mehr Leser und Werbekunden ködern wollen (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=070423029 ). Doch auch Öko-Kampagnen haben nur eine begrenzte Reichweite. Vor allem Menschen aus der Mittel- und Oberschicht machen sich Gedanken über Umweltschutz, da es ihnen selten an grundlegenden Gütern fehlt. Außerdem ist es auch zu einer Prestigefrage geworden, möglichst umweltfreundlich zu leben, und zwar deshalb, weil es ein Mittel ist, sich von jenen abzugrenzen, die nicht nach solchen Prinzipien leben. Denn finanziell schwache Konsumenten lassen sich bei ihren Einkäufen eher weniger durch ökologisch nachhaltige Produkte beeindrucken als durch einen möglichst günstigen Preis. (Ende)

Aussender: pressetext.austria Redakteur:

Kristina Sam email: sam@pressetext.com Tel. +43-1-81140-319

28.04.07

Altersvorsorge: Defensives Anlageverhalten schadet Frauen

- Handel/Dienstleistungen -

Risikofreude bringt Männern mehr Rendite

Frankfurt (pte/28.04.2007/13:15) - Altersvorsorge ist heute für Frauen und Männer gleichermaßen wichtig, Frauen verzichten zugunsten von Sicherheit und Garantien jedoch eher auf höhere Renditen. Dies haben die beiden Finanzdienstleister Fidelity International http://www.fidelity.de und Standard Life http://www.standardlife.de in zwei voneinander unabhängigen Untersuchungen festgestellt. “Frauen machen es sich durch ein defensives Anlageverhalten schwerer als nötig, ihren gewohnten Lebensstandard im Ruhestand zu halten. Sie sorgen häufiger als Männer mit niedrig verzinsten, primär sicherheitsorientierten Geldanlagen vor”, so Klaus Mössele. Geschäftsführer und Leiter des Institutionellen Geschäfts von Fidelity Deutschland.

Laut Fidelity setzen sowohl Frauen (94 Prozent) als auch Männer (95 Prozent) in Deutschland auf eine Zusatzvorsorge neben der gesetzlichen Rente. Im Hinblick auf das Anlageverhalten zeichnen sich jedoch unterschiedliche Tendenzen zwischen den Geschlechtern ab. 27 Prozent der Frauen setzen demnach auf Sparbücher, elf Prozent auf Investmentfonds und rund sieben Prozent auf Wertpapierdepots. Bei Männern sind risikoreichere Anlageformen wie Investmentfonds (13 Prozent) und Wertpapierdepots (zwölf Prozent) etwas beliebter, auf Sparbücher setzen weniger Männer (24 Prozent). Diese Ergebnisse finden sich auch bei Standard Life wieder. Rund zwei Drittel der befragten Frauen tendieren demnach zu sicheren Anlageformen wie privaten Rentenversicherungen und Sparbüchern.

Bei der Auswahl eines geeigneten Vorsorgeproduktes fühlt sich laut Standard Life rund ein Drittel der befragten Männer sowie 41 Prozent der Frauen überfordert. Kompetente Beratung stufen zwei Drittel der Frauen demnach als sehr wichtig ein. “Wir stellen immer wieder fest, dass Kunden nicht informiert sind”, sagt Kathrin Schweykart, Pressesprecherin von Standard Life Deutschland, gegenüber pressetext. Aufklärungsoffensiven sollen deshalb dazu beitragen, Kunden über die verschiedenen Versicherungs- und Vorsorgeprodukte am Markt zu informieren. Neben den Produktanbietern wie Banken und Versicherungen nehmen auch der Staat und die Unternehmen bei der Information und dem Angebot an den Konsumenten eine wichtige Position ein, erläutert Schweykart. Auch die Rolle von unabhängigen Vermittlern wird aufgrund der Vielzahl an Anlageprodukten immer wichtiger. Während man diesen in Deutschland noch eher kritisch gegenübersteht, werden sie in Großbritannien als Experten von der Öffentlichkeit akzeptiert, erklärt Schweykart. “Mit der Rolle der Vermittler sollte in Deutschland auch die Qualität der Beratung zunehmen”, so ihre zuversichtliche Prognose.

Kindererziehung und Pflegefälle in der Familie würden dazu führen, dass Frauen eher Verdienstausfälle hinnehmen müssen, weshalb sie mehr auf Renditen angewiesen wären. “Um effizient vorzusorgen, sollten beispielsweise liquide Mittel in Sparbüchern nur insoweit vorgehalten werden, als das Geld kurzfristig benötigt wird”, sagt Mössele. Frauen stellen im Vergleich zu Männern jedoch mehr Ansprüche an Vorsorgeprodukte, zeigen die Ergebnisse von Standard Life. Flexibilität, finanzielle Unabhängigkeit und der Kostenfaktor eines Produktes sind für sie die wichtigsten Kriterien bei der Entscheidung über ihre Vorsorge. Nur elf Prozent der Frauen wären bereit, für eine höhere Rendite auf Garantien bei der Altersvorsorge zu verzichten (Männer: 17 Prozent). Weibliche Anleger sind jedoch im Vergleich zu Männern im Durchschnitt erfolgreicher, wenn sie an der Börse spekulieren. Dies geht aus einer weiteren Untersuchung des Internet-Portals Börse Online hervor. (Ende)

Aussender: pressetext.deutschland Redakteur:

Victoria Schubert email: schubert@pressetext.com Tel. ++43-1-81140-305

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