Archiv für December, 2006
22.12.06

Mittelstand entwickelt sich zur dritten Säule im Bildungssystem

- Unternehmen/Finanzen -

E-Learning als zeitsparende Alternative zu Präsenzveranstaltungen

Bonn/Augsburg (pte/22.12.2006/11:00) - Die Zeichen am Arbeitsmarkt stehen auf Wachstum. Fast 30.000 Stellen für junge Akademiker sollen im kommenden Jahr neu besetzt werden, das sind fast 50 Prozent mehr als 2006. Gute Chancen werden vor allem Hochschulabsolventen, die Wirtschafts- oder Ingenieurwissenschaften, Informatik, Jura, Mathematik oder Chemie studiert haben, eingeräumt. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage des Job- und Wirtschaftsmagazins karriere http://www.karriere.de und des Personaldienstleisters Hobsons http://www.hobsons.de . Auch das Thema Weiterbildung steht ganz oben auf der Agenda der deutschen Unternehmen. “Lebenslanges Lernen” ist für viele Betriebe mittlerweile mehr als eine bloße Floskel. Mitarbeiter zählen zu den maßgeblichen Vermögenswerten eines Unternehmens. Einer Studie der Initiative Unternehmer Perspektiven http://www.unternehmerperspektiven.de zufolge entwickelt sich der Mittelstand zur dritten Säule im deutschen Bildungssystem. “38 Prozent der befragten Unternehmen sind der Überzeugung, dass sie Bildungsaufgaben künftig noch stärker in die eigenen Hand nehmen müssen, da die globalisierte Arbeitswelt immer höhere Anforderungen an die Mitarbeiter stellt”, schreibt das Unternehmermagazin “Der Mittelstand”. Betriebliche Aus- und Weiterbildung werde auch zur strategischen Herausforderung, weil es vielen Mitarbeitern zwar nicht an Motivation und Leistungswillen fehle, dafür “aber an der grundlegenden Arbeitsmarkt-Fitness”. Oft bemängelten die Arbeitgeber nämlich die unzueichende Qualifikation, die die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Betriebe beeinträchtige. “Die Wirtschaft gibt den Schulen entsprechend schlechte Noten: Knapp die Hälfte der Unternehmen hält die schulische Ausbildung im internationalen Vergleich für nicht konkurrenzfähig”, schreibt das Mittelstandsmagazin. “Die Unternehmen wissen, dass sie nur mit gut ausgebildeten Mitarbeitern und Nachwuchskräften ihre Zukunft sichern können”, kommentiert Commerzbank-Vorstand Martin Blessing die Studienergebnisse. Dabei, so die Ergebnisse der Studie, seien es nicht nur die größeren Unternehmen, die sich dem Thema verstärkt widmen. Auch die Betriebe des so genannten kleinen Mittelstandes zeigten großes Interesse und Engagement. Gleichwohl könnten die Betriebe nicht alles ausgleichen, was im öffentlichen Bildungssystem versäumt werde. “Gut die Hälfte aller Unternehmen will sich in diesem Kontext verstärkt um die Zusammenarbeit mit Schulen und Hochschulen bemühen.” Allerdings stehen hinter der praktischen Umsetzung der Weiterbildungsabsichten noch etliche Fragezeichen. Die größte Barriere dabei sind für 70 Prozent der Betriebe Zeitmangel. Schenkt man den Ergebnissen der Weiterbildungserhebung 2005 der Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) http://www.iw-koeln.de Glauben, so haben die Unternehmen ihre Hausaufgaben erledigt: Allein im Jahr 2004 investierten 84 Prozent der Unternehmen in das Know-how ihrer Mitarbeiter. Von den Firmen mit mehr als 250 Beschäftigten waren sogar 92 Prozent in Sachen Qualifizierung aktiv. Die häufigste Form der Weiterbildung sei das Training on the Job gewesen, so der IW-Report. Insgesamt gaben die Betriebe rund 26,8 Mrd. Euro für die Weiterbildung aus: Das machte in 2004 im Schnitt 1.072 Euro pro Mitarbeiter. Diese finanziellen Leistungen betrafen Seminargebühren, Referentenhonorare und die Ausgabe für Lernmaterialien. Allerdings, so fordern viele Unternehmer, sollten sich die Mitarbeiter nicht nur auf Weiterbildungsangebote des Staates oder des Arbeitgebers verlassen. “Selbständigkeit ist auch hier Trumpf. Ein flexibler und geistig wacher Mitarbeiter kann sich auch mit Hilfe von Fachzeitschriften und Fachbüchern auf den neuesten Stand bringen. Und wer es etwas moderner und spannender haben will, sollte auf E-Learning-Angebote zurückgreifen”, empfiehlt Günter Greff, Vorstand der e-learn AG http://e-learn.de in Augsburg, die sich vor allem für Vertriebsmitarbeiter eigneten. “Sie sparten Zeit und Kosten und führen oft zu größeren Lernerfolgen als herkömmliche Methoden.” Dabei differenziert er zwischen Großbetrieben sowie kleinen und mittleren Unternehmen (KMU): “In Großbetrieben ist es wichtig, mit E-Learning bestimmte Lerninhalte schnell zu kommunizieren und Trainingstage zu reduzieren. An KMU sollte man anders herangehen, damit auch sie von dieser neuen Art des Lernens profitieren können. E-Learning kann eine echte Alternative sein, wenn die Angestellten eines kleinen Betriebs ansonsten aus Zeit- oder Kostengründen nicht an einer Weiterbildungsmaßnahme teilnehmen könnten”, so Greff im Gespräch mit pressetext. “Unternehmen, die auf gut entwickelte E-Learning-Programme zurückgreifen, sparen Kosten, steigern die Leistung und pflegen ihr Image”, bestätigt das Manager-Magazin http://www.manager-magazin.de . Durch die beschleunigten Innovationszyklen habe der Aus- und Weiterbildungsbedarf rasant zugenommen. (Ende)

Aussender: pressetext.deutschland Redakteur:

Gunnar Sohn email: sohn@pressetext.com Tel. +49-228-6204474

22.12.06

Sony BMG bereinigt Kopierschutz-Streit

- Medien/Kommunikation -

4,25 Mio. Dollar als Schadensersatz

New York (pte/22.12.2006/11:49) - Der Musikriese Sony BMG http://www.sonybmg.com hat im Streit um seinen illegalen Kopierschutz eine weitere Einigung erzielt. Der Konzern wird insgesamt 4,25 Mio. Dollar Schadensersatz an 39 Staaten ausbezahlen. Außerdem stimmte Sony BMG zu, jenen Konsumenten Geld zurückzuerstatten, deren Computer während der Deinstallierung der Anti-Piraterie-Software Schaden genommen hatten. Bereits im Mai dieses Jahres war die Plattenfirma einen Schritt auf die Kunden zugegangen und hatte als Entschädigung gratis Downloads angeboten (pressetext berichtete: http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=060523018 ). Nun kann jeder Betroffene bis zu 175 Dollar als Schadensersatz von Sony einfordern. Dazu wurde eine eigene Webseite eingerichtet, auf der auch alle Details zur gerichtlichen Einigung nachzulesen sind. Sony BMG hat sich zudem verpflichtet, künftig keinerlei CDs zu vertreiben, die Kopierschutz-Software enthalten, die sich schwer auf dem Computer finden lässt bzw. bei der Deinstallierung Probleme macht. Am vergangenen Dienstag hatte der Musikkonzern bereits eine separate Einigung mit den US-Staaten Kalifornien und Texas erzielt. Dabei verpflichtete sich Sony BMG Strafzahlungen in Höhe von 1,5 Mio. Dollar zu leisten. Die Diskussion um die DRM-Software des Plattenlabels hatte bereits im Herbst 2005 begonnen. Damals entdeckte ein Programmierer, dass eine CD von Sony BMG der Grund dafür war, keine Musikdateien mehr auf dem Computer kopieren zu können. Zusätzlich bewirkte die Software eine Rootkit-Sicherheitsücke, die Hackern den Zugriff auf den jeweils betroffenen Rechner erleichterte. (Ende)

Aussender: pressetext.austria Redakteur:

Claudia Zettel email: zettel@pressetext.com Tel. ++43-1-81140-314

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