Archiv für November, 2006
30.11.06

SkyEurope: Wachstum als einzige Chance für Low Cost Carrier

- Tourismus/Reisen -

Verkaufsargument: 28 Euro-Upgrade zum Business-Class-Seat

Wien (pte/30.11.2006/13:26) - Mit aggressiver Werbung will die Billig-Airline SkyEurope http://www.skyeurope.com um Passagiere werben. Das ist eine der Kernaussagen des SkyEurope CEO Christian Mandl bei der Pressekonferenz zum Geschäftsjahr 2006 und den Zukunftsplänen für 2007. Der slowakische National-Carrier in der österreichischen Holding hatte im abgelaufenen Geschäftsjahr massive Probleme. Allerdings wurde die Kapitalerhöhung, unterstützt von York Capital Management, erfolgreich abgeschlossen. Der Ladefaktor sei bereits im Oktober 2006 um sechs Prozentpunkte gestiegen. Im fünften Geschäftsjahr der Gesellschaft, die ausschließlich aus Boeing-737 besteht, wurde das Streckennetz erweitert und die Flottenerneuerung mit fünf Neuen 737-700 next Generation weitergeführt. Insgesamt beförderte die Fluggesellschaft in diesem Jahr 2,6 Mio. Passagiere - alleine im 4. Quartal eine Million. Im Vergleich zu 2005 stieg die Passagierzahl um 48,2 Prozent. Trotz der positiven Passagierentwicklung lag das netto Konzernergebnis 2006 bei minus 57,3 Mio. Euro. Die Eröffnung neuer Routen und die Einführung neuer Flugzeuge ermöglichten eine zehn-prozentige Verkürzung der durchschnittlichen Streckenlänge und eine Steigerung des Flugzeugeinsatzes auf 9:29 Stunden täglich. Der Anteil der neuen Routen wirkte sich jedoch negativ auf den Ladefaktor aus, erklärt Mandl. “Eine low cost-Fluggesellschaft muss einen Ladefaktor von mindestens 80 Prozent erreichen, da sonst die operativen Kosten zu hoch werden”, meint Mandl. Bei Neueinführung einer Destination müsse man eine Aufwärmphase von etwa einem Jahr veranschlagen, ehe man tatsächlich sagen könne, ob diese Strecke lukrativ sei oder nicht. Ohne Kompromiß würden dann unprofitable Routen gestrichen werden. Da die Wintersaison generell schwach sei, müsse das Unternehmen in den zwölf Sommerwochen so produktiv sein, dass auch die schwächere Periode überbrückbar wird. “Die Preispolitik bei SkyEurope wird weiterhin so gestaltet, dass Frühbucher die günstigeren Flugpreise zahlen, während Spätbucher mit höheren Tarifen rechnen müssen”, meint Mandl, der auch betont, dass ein Vollbetrieb einer Fluggesellschaft mit eigenem Vertriebsnetz mit zwei bis drei Flugzeugen unmöglich sei. “Die Infrastruktur, die wir aufgebaut haben, rechnet sich mit dieser Größe.” Der Sparstift bei SkyEurope wird 2007 natürlich auch angesetzt - dieser liegt allerdings vor allem in der Kostenverringerung. Wie alle Fluggesellschaften litt die Airline unter den enormen Treibstoffkosten, die rund ein Viertel aller Kosten ausmachen. “Die neuen Flugzeuge bringen Treibstoffeinsparungen von zwölf Prozent und vermindern die Erhaltungskosten um 15 Prozent. Zudem wird der Flugplan so optimiert, dass sich vier Rotationen pro Tag ausgehen”, erklärt der CFO Erhard Schmidt. Bis Dezember 2007 wird die Flotte ausschließlich aus den neuen B 737-700 bestehen. Eine weitere Möglichkeit die Marke zu stärken, liegt in der Neuausrichtung für Business-Flieger. “Für 20 Euro kann man die Flughafen-Lounges benutzen, für fünf Euro den gewünschten Sitzplatz selbst reservieren und für drei Euro italienischen Capuccino an Bord konsumieren”, so Mandl. Damit könne man für 28 Euro einen Business-Class-Sitz kaufen. Unterstrichen wird diese Tatsache auch noch dadurch, dass es keine Gewichtsbeschränkung beim Handgepäck gebe. “Auch dieses Segment ist eine weitere Einnahmequelle”, erklärt Mandl. Eine Auswahl an On-Board-Sales-Artikel und warme Snacks runden dieses Programm ab. Der Erlös der Kapitalerhöhung - 56 Mio. Euro im September 2006 - werde in die Finanzierung neuer Routen, Investitionen in die Marke, die Flottenvereinheitlichung sowie für die Überbrückung bis zur Profitabilität verwendet. “Die Investitionen in die Qualität haben dafür gesorgt, die Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit weiter zu steigern”, meint Schmidt. Bis 2007 plane man ein positives EBITDA zu erreichen. Derzeit stehe das Unternehmen mit den vier Basen Bratislava/Wien, Budapest, Krakau und seit 2006 auch Prag und 38 angeflogenen Destinationen mit rund 50 Airports in weiteren Gesprächen. An eine Kooperation mit anderen Carriern sei derzeit nicht gedacht. Bis Ende 2007 will man das Streckennetz dann weitgehend konsolidiert haben, meint der CEO abschließend. (Ende)

Aussender: pressetext.austria Redakteur:

Wolfgang Weitlaner email: weitlaner@pressetext.com Tel. +43-1-811 40-307

30.11.06

Billige DVB-T-Boxen übertrumpfen teure Geräte

- Medien/Kommunikation -

Settop-Boxen sind Mangelware

http://www.vki.at

Wien (pte/30.11.2006/13:38) - Billige, nicht zertifizierte Settop-Boxen für den digitalen terrestrischen Empfang schneiden besser ab, als die zertifizierten und trotz Fördergutscheinen, teureren Multi-Home-Plattform-(MHP)-fähigen Boxen, wie ein Test des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) http://www.konsument.at in Kooperation mit den Österreichischen Rundfunksendern (ORS) http://www.ors.at ergeben hat. “Die Konsumenten sollten sich vor dem Kauf überlegen, ob sie eine MHP-fähige Box haben wollen oder nicht”, rät Paul Srna, Technikexperte beim VKI, im pressetext-Gespräch. MHP-Boxen bieten zwar mehr Funktionen, die aber in Österreich noch nicht alle verfügbar sind. Getestet wurden 20 im Handel erhältliche Settop-Boxen hinsichtlich Handhabung sowie Bild- und Tonqualität. Dabei kamen die Tester zu dem überraschenden Ergebnis, dass die billigen, unzertifizierten Boxen teilweise besser oder zumindest gleich gut abschneiden wie die deutlich teureren, geförderten Geräte. “Die MHP-fähigen Geräte haben mehr Funktionen und sind daher anfälliger für Fehler. Darüber hinaus sind die Gebrauchsanweisungen schlecht”, betont Srna. Die vom TÜV zertifizierten Geräte wurden auf ihr technisches Können getestet, daher die unterschiedlichen Ergebnisse. Derzeit bieten MHP-Settop-Boxen nur eine erweiterte Teletext-Funktion. Der Test ergab, dass die Multitext-Funktion langsamer und weniger informativ sei als ihr Vorgänger Teletext, was die Attraktivität der deutlich teureren MHP-Boxen weiter schmälert. Interaktive MHP-Boxen, mit denen man etwa bei Fernsehabstimmungen per Fernbedienung teilnehmen kann, werden in Österreich erst im Frühjar 2007 erhältlich sein. Bis zum Ende dieses Jahres werden 100.000 MHP-fähige Boxen mit 40-Euro-Gutscheinen gefördert, wovon 20.000 bereits über die Ladentische gingen. Den Verbraucher kostet die geförderte Box zwischen 120 und 160 Euro. Um die Hälfte günstiger hingegen sind die nicht zertifizierten und nicht MHP-fähigen Boxen, die im Schnitt 71 Euro kosten. Seit offizieller Einführung des digitalen terrestrischen Fernsehens in Österreich vor rund einem Monat, seien Settop-Boxen Mangelware, so Srna. Außerdem seien drei von fünf Varianten der Geräte nicht verfügbar, darunter auch die interaktiven MHP-Boxen, die im Ausland bereits am Markt, aber nicht Österreich-kompatibel sind. Im März 2007 wird mit der Abschaltung des analogen Signals begonnen. Den Anfang machen die Landeshauptstädte, beginnend im Westen. Der Rest des Landes folgt schrittweise bis Juni 2007. Betroffen sind 40 Prozent oder 1,5 Mio. aller TV-Haushalte in Österreich, die das ORF-Programm und ATV über Zimmer- oder Hausantenne empfangen. Morgen, Freitag, veranstaltet der VKI einen Tag der offenen Homepage, in dessen Rahmen auch Nichtabonnenten sämtliche Tests online einsehen können. (Ende)

Aussender: pressetext.austria Redakteur:

Linda Osusky email: osusky@pressetext.com Tel. +43-1-81140-317

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