Archiv für November, 2006
30.11.06

Ältere Semester pfeifen auf Web 2.0

- Medien/Kommunikation -

Über 40-Jährige kaum in sozialen Netzwerken aktiv

Waghäusel (pte/30.11.2006/11:06) - Die Nutzung von Web 2.0-Plattformen ist stark vom Alter abhängig. Wie aktuelle Studienergebnisse des Marketingunternehmens marketing-Börse http://www.marketing-boerse.de zeigen, haben Internetuser ab 40 Jahren erheblich weniger Lust sich an sozialen Netzwerken zu beteiligen als die jüngere Generation. “Junge Menschen haben ein stärkeres Bedürfnis sich mitzuteilen, ältere scheuen sich oft davor, aktiv Inhalte beizusteuern und sich öffentlich zu äußern”, erklärt Studienautor Torsten Schwarz im Gespräch mit pressetext. Künftig werde sich durch den natürlichen Generationswechsel dieser Unterschied zwar etwas ausgleichen, jedoch niemals ganz verschwinden. “Menschen, die mit dem Computer und Internet aufgewachsen sind, pflegen einen anderen Umgang mit dem Web, dennoch geht mit dem Alter die Lust zurück, etwas von sich Preis zu geben und zur Schau zu stellen”, so Schwarz weiter. Junge Nutzer zwischen 20 und 30 Jahren schätzen vor allem Plattformen, auf denen sie mit anderen in Kontakt treten können. Die beliebtesten Webseiten in dieser Zielgruppe sind OpenBC, Stayfriends und YouTube. Während 67 Prozent der Befragten in dieser Altersgruppe bei OpenBC aktiv sind, geht die Zahl bei den über 50-Jährigen auf 35 Prozent zurück. Außerdem teilen die Jungen ihr Wissen lieber mit anderen Usern. So sind beispielsweise zehn Prozent der 20- bis 30-Jährigen bei der Internetplattform del.icio.us aktiv, aber nur vier Prozent der über 50-Jährigen. Mit zunehmendem Alter seien die Menschen auch zunehmend misstrauisch und behielten ihr Wissen eher für sich. Zudem kennt überhaupt nur jeder Dritte bis Fünfte Internetportale wie del.icio.us oder Mister Wong, wo nützliche Surftipps gesammelt werden. “Ältere Personen konsumieren Inhalte lieber passiv, surfen durchs Web und lesen Beiträge anderer”, sagt Schwarz. So erkläre sich auch, weshalb es bei Blogs wiederum keine Altersunterschiede gibt. Denn diese werden von vielen Menschen einfach nur gelesen und man muss sich nicht zwingend daran beteleigen, wie etwa bei sozialen Netzwerken wie MySpace. Im Gegenzug ist der Altersunterschied bei der Bekanntheit von Reiseportalen besonders groß. Rund 36 Prozent der 20- bis 40-Jährigen kennen zum Beispiel Holidaycheck, während es bei den über 40-Jährigen nur noch 27 Prozent sind. (Ende)

Aussender: pressetext.deutschland Redakteur:

Claudia Zettel email: zettel@pressetext.com Tel. ++43-1-81140-314

30.11.06

Autorenrechte: Yahoo erteilt Google Ohrfeige

- Medien/Kommunikation -

Amazon arbeitet eng mit Buchverlagen zusammen

München (pte/30.11.2006/12:13) - Im Rahmen des Rechtsstreits um Digitalisierungsprojekte von Büchern hat Google einen weiteren Rückschlag in den USA erlitten. Nachdem bereits der Online-Händler Amazon eine Vorladung abgelehnt hat, erteilte auch Yahoo eine Absage an Google, vor Gericht zu erscheinen. Der Internetsuchmaschinenbetreiber muss sich derzeit aufgrund einer Klage wegen Urheberrechtsverletzung verantworten, die im vergangenen Jahr von einer Autorengruppe sowie dem US-amerikanischen Autorenverband, der Authors Guild http://www.authorsguild.org , eingereicht wurde, berichtet die New York Times. Google hatte Amazon, Yahoo und Microsoft, die digitale Bibliotheken online stellen wollen, vorgeladen, um seine Pläne - Inhalte von Büchern über das Internet zugänglich zu machen - zu verteidigen. Die Autoren werfen Google vor, keine Genehmigung eingeholt zu haben, Kopien von Büchern online zugänglich zu machen. Yahoo sieht in Googles Gebaren einen dreisten Versuch in Geschäftsgeheimnissen herumzuschnüffeln. Yahoo und Microsoft sind Teil einer großen Kooperation von Wirtschaftsunternehmen und Bibliotheken, die an einer digitalen Buchdatenbank arbeiten. Amazon bietet Kunden die search-inside-Funktion an http://www.amazon.de/search-inside . Für das Angebot hat der Onlinehändler Bücher eingescannt, so dass Kunden vor dem Kauf darin in Auszügen lesen können. “Wir als Buchhändler haben von vornherein eng mit den Verlagen zusammengearbeitet. Bei search-inside entscheiden die Verlage darüber, welche Titel ins Programm genommen werden. Bei Titeln, die am Programm teilnehmen, stellen wir ein besseres Wachstum fest, als bei Titeln, die nicht im Programm sind”, erklärt Christine Höger, Sprecherin von Yahoo Deutschland, gegenüber pressetext. Derzeit können auf Amazon Deutschland über 250.000 Titel von 300 Verlagen vor dem Kauf eingesehen werden. (Ende)

Aussender: pressetext.deutschland Redakteur:

Linda Osusky email: osusky@pressetext.com Tel. +43-1-81140-317

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