Archiv für October, 2006
24.10.06

Software AG: Umsatzsteigerung trotz Deutschland-Flop

- Unternehmen/Finanzen -

Restrukturierung der Service-Sparte kostet Arbeitsplätze

Umsatz legte kräftig zu - Deutschland hingegen nicht (Foto: softwareag.com)

Darmstadt (pte/24.10.2006/11:55) - Erfreuliche Zahlen präsentierte der zweitgrößte deutsche Softwarehersteller, die Software AG http://www.softwareag.com , heute, Dienstag. Sowohl Umsatz als auch Ertrag konnten im dritten Quartal 2006 klar gesteigert werden. Verantwortlich dafür zeichnete das Auslandsgeschäft: In Großbritannien wuchs die Software AG um satte 47 Prozent, in Nordamerika um elf Prozent. Eine Stagnation wurde hingegen im Deutschland-Geschäft verzeichnet. Hier sei das moderate Wachstum im Produktgeschäft vom sinkenden Service-Geschäft kompensiert worden, so Karl-Heinz Streibich, Vorstandsvorsitzender der Software AG. Als stärkster Wachstumstreiber erwies sich abermals die Lizenzsparte mit einer Umsatzsteigerung von 27 Prozent auf 37 Mio. Euro. Nicht besonders positiv präsentierte sich hingegen das Wartungsgeschäft. Der Umsatz mit Services stagnierte und lag mit 28,2 Mio. Euro knapp unter dem Ergebnis des Vorjahres (28, 5 Mio. Euro). Der Wartungsumsatz verbesserte sich um rund fünf Prozent auf 48,0 Mio. Euro. “Eine Restrukturierung der Service-Sparte in Deutschland soll bereits im vierten Quartal wieder positive Zahlen bringen”, so Paul Hughes, Director Media Relations bei der Software AG, im Gespräch mit pressetext. Eine Reduktion der Mitarbeiteranzahl sei dabei unumgänglich, 37 Arbeitsplätze werden laut Hughes abgebaut. Das operative Ergebnis (EBIT) erhöhte sich um elf Prozent auf 25,6 Mio. Euro, was bei einem Konzerumsatz von 113,8 Mio. Euro eine EBIT-Marge von 22,5 Prozent (2005: 22,3 Prozent) ausweist. Der Gewinn wuchs im Vergleichszeitraum von 15,2 auf 17,1 Mio. Euro, das Ergebnis pro Aktie betrug demnach 0,61 Euro gegenüber 0,55 Euro im Vorjahresquartal. Das Unternehmen geht aufgrund der erfreulichen Zahlen weiterhin von einem Anstieg des Gesamtjahresumsatzes von rund zehn Prozent aus. “In den ersten neun Monaten des Jahres ist die Software AG erneut ein wesentliches Stück vorangekommen. Die erreichten Fortschritte bestätigen die ambitionierten Erwartungen für 2006″, so Streibich. Für das kommende Geschäftsjahr geht die Software AG ebenfalls von einem Umsatzwachstum von zehn Prozent aus, wobei der Umsatzanteil mit Softwareprodukten noch schneller wachsen soll. (Ende)

Aussender: pressetext.deutschland Redakteur:

Michael Fiala email: fiala@pressetext.com Tel. +43 (0)1 81140 303

24.10.06

Falsche Outsourcing-Strategien führen zu höheren Kosten

- Unternehmen/Finanzen -

Schmalenbach-Unternehmerforum: “Outsourcing - Kaufen oder Selbermachen?”

Halve (pte/24.10.2006/12:25) - “Outsourcing - Kaufen oder Selbermachen?”: Mit diesem Thema beschäftigt sich das achte Schmalenbach-Unternehmerforum http://www.schmalenbach.org in Halver (Sauerland), organisiert von der Schmalenbach-Gesellschaft für Betriebswirtschaft und der Initiative Pro Halver http://www.pro-halver.de . “Der Kostendruck wächst weiterhin und damit gewinnen Überlegungen, ob Tätigkeiten im Unternehmen von externen Spezialisten besser und - noch viel wichtiger - günstiger erledigt werden können, zunehmend an Bedeutung. Selbst interne Serviceprozesse wie etwa Einkauf, Personal- und Rechnungswesen oder Forschung und Entwicklung stehen in Unternehmen zur Disposition - nichts ist ausgeschlossen”, Holger Krieg, Vorsitzender der Initiative Pro Halver. Viele Betriebe in der Industrie erhofften sich von der Verlagerung bestimmter Tätigkeiten auf externe Spezialisten geringere Kosten. “Doch bei extern vergebenen Fertigungsleistungen kann sich der Koordinierungsaufwand häufig in höheren Fertigungsdurchlaufzeiten niederschlagen, was dann die Kosteneinsparung zunichte macht”, warnt Krieg. Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) in Karlsruhe fand beispielsweise heraus, dass sich auch bei der Produktentwicklung höhere Eigenanteile auszuzahlen scheinen, insbesondere in Betrieben mit einem hohen Anteil an Ausgaben für Forschung und Entwicklung. “Bei Unternehmen, die diese Aufgaben im eigenen Unternehmen belassen, liegt der Anteil neuer Produkte am Umsatz deutlich höher als bei Unternehmen, die Forschung und Entwicklung an andere Firmen delegieren. Es gibt aber auch Vorteile, wie der Wegfall von kosten- und zeitintensivem Aufbau von Spezialwissen, ständige Anpassung der Technik an die neuesten Entwicklungen sowie mögliche geringere interne personelle Kapazitäten”, erklärt Krieg. Das Fraunhofer-Institut plädiert deshalb bei kleinen und mittleren Unternehmen für neue Kooperationsmodelle, die Entwicklungs- und Fertigungsleistungen in einem Netzwerk dort ansiedeln, wo die größte Kompetenz besteht, ohne die Fähigkeit zur Eigenleistung zu gefährden. Das Schmalenbach-Unternehmerforum mit Wissenschaftlern und Praxisbeiträgen will am 17. November hier Einblick geben. Mark Ebers, ein renommierter Experte und Inhaber des Lehrstuhls für Unternehmensführung und Organisation an der Universität in Köln, wird einen thematischen Überblick geben. Dr. Steffen Kinkel vom Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung stellt Studien und Erfahrungsberichte vor, die sich mit Outsourcing in der Fertigung auseinandersetzen. Wie der Handel auslagert zeigen Lothar Krumpen, Prokurist bei der BBE Garant und Philipp Keller, Inhaber der Karl Keller J.G. Lorey. Die BBE Garant unterstützt mittelständische Unternehmen aus Industrie und Handel unter anderem beim Controlling, Finanzbuchhaltung oder Unternehmensplanung. Martin Kewitsch von der Personalia GmbH schließlich rundet das Forum ab, indem er über das Outsourcing der Personalabrechnung in der Verlagsgruppe Handelsblatt berichten wird. Die Teilnahmegebühr beträgt 75 Euro, für Mitglieder der Schmalenbach-Gesellschaft und der Initiative Pro Halver 50 Euro. (Ende)

Aussender: pressetext.deutschland Redakteur:

Gunnar Sohn email: sohn@pressetext.com Tel. +49-228-6204474

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