Kategoriearchiv 'Unternehmen/Finanzen'
13.05.09

Europas Flughäfen auf Sparflamme

- Unternehmen/Finanzen -

Betreiber müssen Investitionen drosseln

Europas Flughäfen müssen rentabler werden (Foto: pixelio.de, Rainer Sturm)

München/Frankfurt (pte/13.05.2009/13:25) - Die europäischen Flughafenbetreiber haben höchst profitable Zeiten hinter sich. Mit Beginn der Krise wurden ihre überdurchschnittlich hohen Wachstumsraten jedoch abrupt zerschlagen. Dabei dürften auch die vorangegangenen Jahre in geringerem Ausmaß erfolgreich gewesen sein als anzunehmen war. Wie die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Deloitte http://www.deloitte.com aufzeigt, wiesen die Unternehmen angesichts steigender Passagier-, Fracht- und Umsatzzahlen zwar eine hohe Profitabilität und starke Aktienkurse auf. Ihre Rentabilität habe die Erwartungen hingegen nicht erfüllt. Darauf müssten die Betreiber aufgrund der konjunkturellen Situation und knapper werdender Finanzierungsressourcen nun umso mehr achten. Es sei damit zu rechnen, dass geplante Investitionsvorhaben gestoppt oder zumindest auf die lange Bank geschoben werden müssen. Trotz des Aufwärtstrends der vergangenen Jahre haben es Deloitte zufolge einige Flughafenbetreiber nicht geschafft, ihre Kapitalkosten von etwa sieben Prozent zu erwirtschaften, was im Krisenjahr 2009 noch schwieriger werden dürfte. Die Gewinnmargen blieben hingegen auf hohem Niveau von durchschnittlich 19 bis 24 Prozent. So konnte etwa der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport http://www.fraport.de gestern, Dienstag, im Zuge seiner Berichterstattung zum ersten Quartal mit einer leicht gestiegenen Marge auf 22,1 Prozent überraschen. Gewinn- und Umsatzzahlen wurden den schwierigen Umständen - mit einem Einbruch um über ein Viertel auf 22,3 Mio. Euro bzw. einem leichten Minus um 1,5 Prozent - jedoch wieder gerecht. Für das Geschäftsjahr hat die Gesellschaft zudem einen enttäuschenden Ausblick gegeben. Fraport rechnet ohne Berücksichtigung der möglichen Schweinegrippe-Folgen mit einem Rückgang der Passagierzahlen um bis zu neun Prozent. Die Umsätze des Flughafenbetreibers pro Passagier hätten sich bereits in den vergangenen Jahren unzufriedenstellend entwickelt. In verschiedenen Geschäftsbereichen finden Fraport wie auch andere Unternehmen noch Steigerungspotenzial vor. So erweist sich etwa das Einzelhandels-, Gastronomie- und Immobiliengeschäft (Retail & Property) als profitabel und lässt daher weitere Investitionen zu. Die Wachstumserwartungen seien in dem Segment höher als etwa bei den wettbewerbsintensiven Bodenabfertigungsdiensten (Ground Handling), die für viele Anbieter ein Verlustgeschäft darstellen. Im Kerngeschäft mit Start- und Landegebühren (Aviation) ist das Potenzial aufgrund der staatlichen Aufsicht darüber hinaus ohnehin nach oben hin begrenzt, wenngleich gewisse Gewinnmargen garantiert sind. Zwar müssten die Betreiber gerade angesichts der Krise ihre Rentabilität steigern und Optimierungsbereiche identifizieren. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, dürften sie jedoch nicht zur Gänze von Investitionen absehen, was eine exakte Planung voraussetzt. So würden sich etwa im Zuge “der anstehenden Konsolidierungswelle der nächsten Jahre” Chancen zur Expansion ergeben. (Ende)

Aussender: pressetext.deutschland Redakteur:

Manuel Haglmüller email: haglmueller@pressetext.com Tel. +43-1-811-40-315

13.05.09

QSC: Radikaler Sparkurs lässt Aktie explodieren

- Unternehmen/Finanzen -

Fokus auf Businesskunden gelegt - Papier legt über 17 Prozent zu

QSC blickt zuversichtlich in das Geschäftsjahr 2009 (Foto: qsc.de)

Köln/Stuttgart (pte/13.05.2009/13:50) - Der deutsche Telekommunikationsriese QSC http://www.qsc.de profitiert von seinem radikalen Sparkurs und weist für das erste Geschäftsquartal einen Gewinn von 1,4 Mio. Euro aus. Wie das im TecDax gelistete Unternehmen heute, Mittwoch, bekannt gab, sieht das Management das eher schleppend verlaufende Geschäftsjahr 2008 überwunden. Hilfreich hat sich hierbei vor allem der Fokus auf Geschäftskunden sowie der Kapazitätsausbau erwiesen. Obwohl QSC in der Vergangenheit bereits des öfteren von Analysten totgesagt wurde, feiert die Börse die Rückkehr in die Gewinnzone. Bei Redaktionsschluss der Meldung (13:42 Uhr) notiert die Aktie mit 17,16 Prozent im Plus bei 1,57 Euro.

“Die aktuellen Zahlen sind gut und bestätigen den Trend, der sich bereits im vierten Quartal abgezeichnet hat. Die weitere Fokussierung des Managements auf das profitable Kerngeschäft mit Businesskunden ist daher nur konsequent”, unterstreicht Andreas Heinold, Analyst bei der Landesbank Baden-Württemberg http://www.lbbw.de , auf Nachfrage von pressetext. Mit diesem Kurssprung hat sich das QSC-Papier aus seinem Fünf-Jahres-Tief vom März 2008 binnen weniger Wochen selbst erholen können. Der wesentliche Grund dafür dürfte gewesen sein, dass das Unternehmen, das stets unter einer Kapitalschwäche gelitten hatte, nun erstmals einen positiven Free-Cash-Flow generieren konnte. So verfügten die Kölner eigenen Angaben nach im ersten Quartal dieses Jahres über Finanzmittel in der Höhe von vier Mio. Euro.

Dies wurde jedoch nur durch einen strikten Sparkurs möglich, der es dem Unternehmen ermöglicht hat, die schwer lastende Nettoverschuldung in den ersten drei Monaten von 12,2 Mio. auf 8,2 Mio. Euro zu reduzieren. Das EBIT beläuft sich auf rund 2,5 Mio. Euro. Das eigene Netz und die starke Fokussierung auf Dienstleistungen für das Businesssegment erweisen sich für den Telekommunikationskonzern als Vorteil. Weil alle Geschäftsbereiche trotz Krise und globaler Rezession im ersten Quartal positive operative Ergebniszahlen verbuchen konnten, geht Vorstandschef Bernd Schlobohm von schwarzen Zahlen für das Gesamtjahr 2009 aus. Die Prognose stützt sich dabei auch auf den Umsatz. Dieser stieg in den ersten drei Monaten um zehn Prozent auf 107,6 Mio. Euro - im Vorjahresquartal setzte man lediglich 97,5 Mio. Euro um.

Angesichts dieser Zahlen sollen die Erlöse bis Jahresende von zuletzt 413 Mio. nun auf 440 Mio. Euro steigen. Firmenkunden werden mit rund 90 Prozent den Löwenanteil an der Gesamtkundschaft ausmachen. Das Angebot für Privatkunden wurde dagegen gestoppt. Diesen radikalen Schritt erklärt Schlobohm damit, dass sich nur auf diese Weise der erbitterte Preiskampf überstehen lässt. Das Sparprogramm sieht hingegen auch vor, dass Investitionen weiter heruntergefahren werden sollen. Im ersten Quartal lagen sie mit 11,5 Mio. Euro bereits um 60 Prozent unter dem Wert des Vorjahreszeitraums. Den teuren Ausbau des eigenen Netzes will Schlobohm auf Eis legen. Nur auf diese Weise könne man sich auf sogenannte Ersatzinvestitionen beschränken, was auch in den kommenden Quartalen so bleiben soll. (Ende)

Aussender: pressetext.deutschland Redakteur:

Florian Fügemann email: fuegemann@pressetext.com Tel. +43-1-81140-305

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