Kategoriearchiv 'Sport/Events'
05.02.09

Porno-Panne bei Super-Bowl: Kabelbetreiber zahlt

- Sport/Events -

Comcast bietet Zusehern zehn Dollar Entschädigung für 30-Sekunden-Einspielung

30-Sekunden-Porno-Einspielung unterbricht Übertragung von Super Bowl 43 (Foto: pixelio.de, Rödi)

Tucson/Philadelphia (pte/05.02.2009/11:48) - Der US-Kabelnetzbetreiber Comcast http://www.comcast.com hat sich bei seinen Zusehern für die Unterbrechung der Super-Bowl-Übertragung durch eine 30-sekündige Porno-Einspielung entschuldigt. Darüber hinaus bietet er jenen betroffenen Kunden aus Tucson, Arizona, die gegen Ende des Spiels die Erotik-Szenen statt American Football zu sehen bekamen, eine Entschädigung von jeweils zehn Dollar. Wie viele Abonnenten des Kabelnetzbetreibers Opfer der Porno-Panne wurden, ist bislang zwar noch unklar. Für Comcast könnte die Übertragung des 43. Super Bowls am vergangenen Sonntag jedoch noch teuer werden. 30 Sekunden an Sendezeit während der Sportveranstaltung haben ihren Preis. “Etwaige Rückforderungen durch geschädigte Fernsehsender sind natürlich denkbar”, meint Volker Nickel, Pressesprecher des Zentralverbandes der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) http://www.zaw.de , im Gespräch mit pressetext. Zwar ist die Ausstrahlung von Werbung während des Spiels USA-weit nicht regional begrenzt und soll im Schnitt knapp 100 Mio. Zuseher erreichen. Ein Super-Bowl-Spot von 30 Sekunden kostet dennoch rund drei Mio. Dollar (pressetext berichtete: http://pte.at/pte.mc?pte=090110004 ). Die einzelnen Verträge in diesem speziellen Fall seien zu überprüfen, meint Nickel. “Der Ausfall, der durch die Panne entstanden ist, reißt große Löcher und die beteiligten Parteien werden versuchen, ihre Position zu vertreten”, erklärt der Fachmann. Wie hoch mögliche Rückforderungen durch TV-Stationen aufgrund der Porno-Panne ausfallen können, sei jedoch nicht abzuschätzen und “die rechtliche Situation muss vor Ort geprüft werden”, so Nickel gegenüber pressetext. Angaben des Kabelnetzbetreibers zufolge wurden im Lauf der Übertragung zwei Bildsignale miteinander verwechselt. Kurz vor Spielschluss wurde über den Kanal KVOA statt dem Super Bowl daher eine 30 Sekunden dauernde Sexszene gezeigt. Bis zu 80.000 Fernsehzuseher könnten von der Panne betroffen gewesen sein. KVOA-Chef Gary Nielsen hat bereits eine Untersuchung sowie eine restlose Aufklärung angekündigt. Darüber hinaus hat sich die zuständige Staatsanwaltschaft in Phoenix bereits in den Fall eingeschaltet. Da in der Szene ein erigierter Penis zu sehen gewesen sein soll, laufen zudem Ermittlungen weiterer Behörden wie der US-Regulierungsbehörde FCC. Dem entgegen freut sich die Porno-Industrie über den kurzen Einspieler und nutzt die Gelegenheit zu eigenen PR-Zwecken. So bietet etwa das Erotikfilm-Produktionsstudio Pink Visual all jenen Zusehern eine Entschädigung von zehn Dollar, die vorzugsweise den Rest des Pornofilms gesehen hätten und sich über den “rüden Programmwechsel” zurück auf den Super Bowl ärgern. (Ende)

Aussender: pressetext.deutschland Redakteur:

Manuel Haglmüller email: haglmueller@pressetext.com Tel. +43-1-811-40-315

03.12.08

Lawinengefahr: Wissen macht leichtsinnig

- Sport/Events -

Studie schlägt weibliche Begleitung als Sicherheitsmaßnahme vor

Studie ortet zuviel Risikofreude bei Teilnehmern von Lawinenkursen (Foto: pixelio.de/Michel)

Davos (pte/03.12.2008/12:35) - Lawinenkurse schützen Schifahrer nicht, sondern bringen sie sogar in ein noch höheres Risiko, selbst Opfer einer Lawine zu werden. Das hat eine Studie an der Universität Calgary http://www.ucalgary.ca an 447 Schifahrern gezeigt. 35 unter ihnen waren bereits ein- oder mehrmals in eine Lawine geraten. Sie wurden als “Männer im Alter zwischen 25 und 29 Jahren” beschrieben, verfügten mehrheitlich über einen Studienabschluss und verdienten überdurchschnittlich viel. Von einer Frau begleitet zu werden, verringerte anscheinend ihr Lawinenrisiko, nicht jedoch die Absolvierung eines Lawinentrainings. “Ein Lawinentraining oder eine entsprechende Ausrüstung ist wie eine Schwimmweste im Meer: Man fühlt sich viel sicherer, doch die Gefahr besteht weiterhin”, sagt Hansjürg Etter vom Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung http://www.slf.ch in Davos, im pressetext-Interview. Die Gefahr sei vielen Tourengehern oder Tiefschneefahrern nicht bewusst, obwohl sie entsprechende Warnungen von mehreren Seiten erhielten. “Viele wollen die Gefahr nicht wahrhaben, denn es schmälert ihre Freude”, so Etter. Gegenseitiger Ansporn erhöhe die Risikobereitschaft, dabei seien jedoch heute junge Schifahrer abseits der gesicherten Piste sehr gut ausgerüstet. “Helm, Rucksack, Lawinenschaufel und das Lawinen-Verschütteten-Suchgerät (LVS) gehören bereits zur Basisausrüstung, viele haben auch eine Lawinensonde mit. Das mitzuführen, signalisiert den anderen, zum harten Kern zu gehören”, erklärt der Lawinenexperte. Etters Nachzählungen unter den Schweizer Lawinenopfern der letzten 20 Jahre bestätigen die Ergebnisse aus Kanada: “Auch in der Schweiz sind vier von fünf Lawinenopfern Männer. Jeder dritte ist zwischen 20 und 30 Jahren alt, jeder vierte zwischen 30 und 40.” Auffallend ist, dass viele der tödlichen Lawinenunfälle bei der Gefahrenstufe “mäßige” bzw. “erhebliche Lawinengefahr” passieren. Als das Problem dahinter sieht Etter die nur schwer mögliche richtige Abschätzung des Lawinenrisikos. “Lawinengefahr ist oft versteckt. Laien erkennen sie oft erst durch Risse in der Schneedecke oder durch den Abgang von Lawinen.” Lawinenwarnungen und -berichte seien somit eine wichtige Bezugsquelle, der man unbedingt Folge leisten sollte. “Abseits der Pisten trägt jeder die eigene Verantwortung”, betont Etter. Die Gesamtzahl der Todesopfer in Lawinen ist in der Schweiz jedoch gleichbleibend niedrig. “Angesichts des stark zugenommenen Wintersports spricht das für die Ausbildung, Vernunft und angebotene Information der Warndienste”, so Etter abschließend. (Ende)

Aussender: pressetext.schweiz Redakteur:

Johannes Pernsteiner email: pernsteiner@pressetext.com Tel. +43-1-81140-316

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