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04.03.09

Anfeuern verbessert die sportliche Leistung

- Sport/Events -

Unterstützung der Fans steigert unter Stress das Selbstvertrauen

Zurufe aus dem Publikum machen schneller (Foto: pixelio.de/Kröner)

Exeter (pte/04.03.2009/11:35) - Dass die Unterstützung eines Sportlers durch seine Fans tatsächlich über Sieg oder Niederlage entscheiden kann, haben Sportwissenschaftler der Universität Exeter http://www.exeter.ac.uk bewiesen. Sie untersuchten bei 197 männlichen Golfern der besten Spielklasse, wie sich anfeuernde Familienmitglieder und Freunde auf die sportliche Leistung auswirken. „Hoher Stress führte bei Spielern, die nur wenig vom Publikum unterstützt wurden, zu einem Leistungsabfall von bis zu drei Schlägen pro Runde. Das ist ein beachtlicher Effekt, der mitunter auch zur Entscheidung führt“, betont Studienautor Timothy Rees im pressetext-Interview. Veröffentlicht wurde die Studie im Journal of Social and Clinical Psychology.

Dazu erhob man bei den Golfern jeweils vor den Turnieren den Grad ihrer Unterstützung durch Fans und Angehörige, ihre Zuversicht und befürchtete Stress- oder Angstauslöser während des Spiels. Diese Aussagen wurden mit der sportlichen Leistung verglichen, wobei man Endergebnis, Rückstand sowie besondere Umstände am Spieltag berücksichtigte. In Stresssituationen bewirkte die Unterstützung der Fans eine Leistungsverbesserung von fast einem Schlag pro Runde, während sich Spieler mit der wenigsten Unterstützung verschlechterten.

Diesen bedeutenden Leistungsunterschied erklärt Rees durch das höhere Selbstvertrauen, das der Rückhalt durch die Fans bewirkt. „Soziale Unterstützung schützt vor den negativen Auswirkungen von Stress. Selbstvertrauen und Zuversicht fördert die Leistung, daher kann eine Aufmunterung in angespannter Situation große Wirkung zeigen.“ Bereits ermutigende Worte oder freundliche Gesten des Partners oder Freundes könnten somit zum Auslöser für ein Siegestor oder für eine neue Rekordzeit werden. Auf diese Unterstützung seien selbst Profis angewiesen, glaubt Rees. „Auch Elite-Golfer kommen im Spiel unter Stress, wenngleich ihr Umgang damit sehr unterschiedlich ist. Manche werden unter Druck besser, manche nicht.“

Der Studienautor betont, den Golfsport aufgrund der deutlichen zu erwartenden Ergebnisse für die Untersuchung gewählt zu haben. „In einem Individualsport spiegelt das Ergebnis allein die Leistung einer Person wider. In einem Teambewerb hingegen kann die Mannschaft auch gewinnen, wenn einige Spieler schlechte Leistungen erbringen oder umgekehrt.“ Rees ist überzeugt, dass die Ergebnisse auch problemlos auf andere Lebensbereiche übertragen werden können. „Das gilt für andere Sportarten ebenso wie bei Sängern, Tänzern, Schauspielern oder auch im Arbeitsumfeld“, so der britische Sportpsychologe gegenüber pressetext. (Ende)

Aussender: pressetext.austria Redakteur:

Johannes Pernsteiner email: pernsteiner@pressetext.com Tel. +43-1-81140-316

11.02.09

Laufsport fördert die Augengesundheit

- Sport/Events -

Besserer Schutz vor Grauem Star und Makula-Degeneration

Wer viel läuft, schützt damit seine Augen (Foto: pixelio.de/Klicker)

Berkeley/Ruppichteroth (pte/11.02.2009/13:50) - Jeder täglich gelaufene Kilometer senkt das Risiko, an Grauem Star oder an Makula-Degeneration zu erkranken, um zehn Prozent. Zu diesem Schluss kommt eine Studie am Lawrence Berkeley National Laboratory http://www.lbl.gov , die Angaben zur Gesundheit von 41.000 Läufern über einen Zeitraum von sieben Jahren verglich. Noch unklar sei allerdings, worauf der beobachtete Zusammenhang zurückzuführen sei, so die Autoren.

Unter den Untersuchten befanden sich 733 Läufer, die während des Untersuchungszeitraums an Grauem Star erkrankten. Bei dieser Trübung der Linse, die bei den meisten Menschen im Alter auftritt, verliert das gesehene Bild immer mehr an Schärfe. Studienteilnehmer, die täglich mindestens neun Kilometer liefen, erkrankten daran um ein Drittel seltener als Kurzläufer. Auch vor der Makula-Degeneration, einer Schädigung der Netzhautmitte aufgrund von Durchblutungsstörungen, bietet regelmäßiger Sport laut der US-Studie gewissen Schutz. Selbst kurze tägliche Strecken wirkten sich positiv aus, denn Läufer mit über vier Kilometern Tagesleistung zeigten ein nur halb so großes Erkrankungsrisiko.

„In kleineren Studien wurde bisher bereits gezeigt, dass Ausdauerbelastung des Körpers selbst bei normalsichtigen Menschen die Sicht zumindest kurzfristig verbessern kann“, sagt Dieter Schnell, Sportophthalmologe vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands http://www.augeninfo.de , im pressetext-Interview. Zudem könne Sport in bestimmter Form das Fortschreiten einiger Augenkrankheiten verlangsamen, in Einzelfällen sogar verhindern und damit den Verfall der Sehfunktionen bremsen oder gar aufhalten. „Besonders Menschen mit Durchblutungsstörungen empfehlen wir daher, Ausdauersport zu betreiben. Langsames Joggen ist hierbei zielführender als Marathon-Laufen“, so Schnell. Bei Kurz- oder Weitsichtigkeit seien hingegen kaum Verbesserungen durch körperliche Aktivitäten feststellbar und zu erwarten.

Wie sehr jemand dazu neigt, schon früh an grauem Star oder altersbedingter Maculopathie zu erkranken, hängt laut Schnell besonders von der familiären Veranlagung und der Ernährungsweise des Einzelnen ab. „Förderlich für die Vorbeugung vor Maculopathie ist es, dunkelgrünes Gemüse zu essen, da dies die Netzhautpigmente stärkt. Bestimmte Erkrankungen wie Diabetes und Arteriosklerose wirken sich hingegen schädigend auf die Durchblutung der Augen aus“, so der Sportmediziner und Augenarzt. Die US-Studienautoren beobachteten außerdem ein höheres Erkrankungsrisiko bei Übergewicht und hohem Zigarettenkonsum. (Ende)

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Johannes Pernsteiner email: pernsteiner@pressetext.com Tel. +43-1-81140-316

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