Kategoriearchiv 'Medien/Kommunikation'
13.05.09

Vodafone plant eigenen App-Store

- Medien/Kommunikation -

Online-Angebot für Handy-Anwendungen soll im Herbst starten

Vodafone mischt bei Handy-Applikationen mit (Foto: vodafone.de)

London/Düsseldorf (pte/13.05.2009/12:10) - Der Telekommunikationskonzern Vodafone http://www.vodafone.com steigt in den Markt für Handy-Applikationen ein. Vodafone arbeitet derzeit an einem eigenen Online-Store für mobile Anwendungen und will damit in Konkurrenz zu Apple, Nokia und Google treten. Starten soll der App-Store voraussichtlich im Herbst dieses Jahres. Vodafone will sich externen Entwicklern öffnen und seine - vermutlich kostenpflichtige - Plattform für das Anbieten von Applikationen zur Verfügung stellen. Die Kosten für die einzelnen Anwendungen sollen in die Telefonrechnung der Kunden eingebunden werden. Vodafone wird 30 Prozent der jeweiligen Applikationen-Gebühr für sich einbehalten. Der App-Store wird auch in Deutschland zur Verfügung stehen. “Der Zugangspunkt, den wir mit JIL (Joint Innovation Lab) schaffen, wird zunächst in acht Ländern ausgerollt, darunter sind UK, Spanien, Italien, die Niederlande, Griechenland, Portugal, Irland und auch Deutschland. In den nächsten 18 Monate werden weitere Länder hinzukommen”, erklärt Carmen Hillebrand, Pressesprecherin Vodafone Deutschland, auf Nachfrage von pressetext. Über die genauen Preise für die Applikationen könne das Unternehmen derzeit noch keine Aussagen treffen. Sicher ist jedoch, dass das Angebot nicht wie bei Apple oder Google auf spezielle Geräte beschränkt ist. “Die Vodafone Plattform ist Handymodell-übergreifend”, sagt Hillebrand. Vodafone zählt derzeit weltweit 289 Mio. Kunden. Durch die offene Plattform erhalten die Entwickler somit direkten Zugang zu einer enorm breiten potenziellen Abnehmerschaft. Einzige Voraussetzung ist die vorherige Absegnung der jeweiligen Applikation seitens des Telekommunikationsunternehmens. Vodafone will nach eigenen Angaben mit seinem App-Store unter anderem auch zur Beschleunigung bei der Vermarktung von neuen Produkten und Services für verschiedene Betriebssysteme und Handsets beitragen. Vodafone signalisiert auch Interesse daran, letztlich Windows Mobile und Android in sein Angebot zu integrieren. Eher unwahrscheinlich ist es, dass iPhone-Nutzer Zugang zu der Plattform erhalten werden, da sich dies nur schwer mit Apples Zertifizierungsprozess vereinbaren ließe. (Ende)

Aussender: pressetext.deutschland Redakteur:

Claudia Zettel email: zettel@pressetext.com Tel. +43-1-81140-314

13.05.09

Premiere bald mit vier neuen Kanälen

- Medien/Kommunikation -

Medienexperte: Bezahlsender muss neue Zielgruppen erschließen

Premiere erweitert Angebot (Foto: premiere.de)

München (pte/13.05.2009/13:30) - Der Pay-TV-Sender Premiere http://www.premiere.de plant den Start von vier neuen Kanälen. Wie der Mediendienst Kress berichtet, werkt der Sender derzeit offenbar eifrig an dem Ausbau seines Fernsehangebots. Schon in den vergangenen Tagen hatte es Berichte darüber gegeben, dass Premiere umstrukturiert wird und künftig unter dem Namen Sky Deutschland laufen wird. So soll das deutsche Pay-TV-Angebot enger an die Sky-Angebote in Italien und Großbritannien angelehnt werden. Verantwortlich für die Umbaupläne ist Mark Williams, CEO von Premiere und der verlängerte Arm von Rupert Murdoch, dessen Medienimperium inzwischen 30,5 Prozent an dem Pay-TV-Sender hält (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/090424020/ ). Eine offizielle Bestätigung für die vier neuen Premiere-Kanäle gibt es seitens des Unternehmens bislang nicht. Allerdings sind bei der Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) bereits die Anträge für vier neue Kanäle des Bezahlsenders eingegangen und als medienrechtlich unbedenklich abgesegnet worden. Vorläufig wurden die Angebote unter “Premiere Sp-1″, “Premiere Sp-2″, “Premiere Sp-3″ und “Premiere Hits” bei der für den Sender zuständigen Bayerischen Landesanstalt für Neue Medien (BLM) zur Zulassung eingereicht. Die Anträge wurden für den Zeitraum von acht Jahren gestellt. “Premiere muss sich auf jeden Fall bewegen. Ohne Modifizierung bzw. Erweiterung des Programmangebotes sehe ich dunkle Zeiten auf der Premiere-Mattscheibe”, meint Kai-Uwe Weidlich, Geschäftsführer des Medien Institut in Ludwigshafen http://www.medien-institut.de, gegenüber pressetext. Denn nicht zuletzt die Digitalisierung der Übertragungswege werde ordentlich Dynamik in den Markt bringen. “Die Erfolgschancen für neue Premiere-Angebote hängen entscheidend davon ab, ob es Premiere gelingt, neue Zielgruppen zu erschließen”, so der Medienexperte weiter. Darüber hinaus werde eine Flexibilisierung der Bezahlungsmodalitäten über den Erfolg von Premiere entscheiden, “pay per view” sei derzeit die einfache Erfolgsformel. Deutschland sei generell ein raues Pflaster für den Pay-TV-Markt. “Traditionell durch öffentlich-rechtliche und damit gebührenfinanzierte Programme geprägt hat das deutsche Publikum die Werbefinanzierung mehr oder weniger akzeptiert”, sagt Weidlich. Was sich konkret hinter dem neuen Premiere-Angebot verbirgt, soll in den kommenden Tagen offiziell vorgestellt werden. Laut Brancheninsidern will der Sender am Donnerstag eine umfassende Informationsoffensive starten, im Zuge derer auch die neue Marke Sky, Veränderungen im Senderdesign sowie eine neue Kundenansprache präsentiert werden sollen. Schon seit längerem kursieren Gerüchte rund um die Umstrukturierung und Umbenennung des Pay-TV-Sender. Allerdings hatte Premiere bislang ein großes Geheimnis aus den Ausbauplänen gemacht und sich in keiner Form dazu geäußert. Brancheninsider sprechen aber davon, dass sich hinter den “Sp”-Abkürzungen neue Sportkanäle verbergen sollen. “Premiere Hits” wird als Spielfilmangebot gehandelt. Das wären laut Weidlich allerdings nicht die erforderlichen Innovationen. “So wird es nichts mit den neuen Zielgruppen”, bezweifelt der Branchenkenner im pressetext-Interview. (Ende)

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