Kategoriearchiv 'Bildung/Karriere'
06.05.09

Top-Talente weiterhin gefragt

- Bildung/Karriere -

HR-Abteilungen vergessen auf strategische Personalplanung

DACH-Unternehmen verzeichnen steigenden Talentmangel (Foto: pixelio.de, Paul-Georg Meister)

Wiesbaden/St. Gallen (pte/06.05.2009/13:17) - Die Wirtschaftskrise hat trotz weitreichender Stellenabbaumaßnahmen und Einstellungsstopps nichts an dem hohen Bedarf an hoch qualifizierten Arbeitskräften geändert. Dennoch vergessen viele Unternehmen der DACH-Region im Bereich Human Resources (HR) auf eine strategische Personalplanung. Wie die Managementberatung Hewitt Associates http://www.hewitt.com in Zusammenarbeit mit dem Institut für Führung und Personalmanagement der Universität St. Gallen http://www.ifpm.unisg.ch aufzeigt, befindet sich die Nachfrage nach Top-Talenten trotz aller wirtschaftlichen Turbulenzen im Steigen. Zwar seien sich die Unternehmen ihres Bedarfs an Fachkräften bewusst. Die Umsetzung der Personalplanung erweise sich dennoch als mangelhaft. “Die Unternehmen müssen auf eine Zeit nach der Krise einstellen und dürfen sich durch ihre Personalpolitik keine Wachstumschancen verbauen”, betont Ursula Knorr, Leiterin des Fachbereichs Personalmanagement an der Universität St. Gallen, im Gespräch mit pressetext. Der Expertin zufolge sei es etwa relevant, eine Transparenz bei den eigenen Mitarbeitern zu erhalten und Möglichkeiten zu finden, Top-Talente langfristig zu binden. Ein systematischer Planungsprozess sei dazu erforderlich. “Den Unternehmen ist der herrschende Talentmangel bewusst. Die Erkenntnis über den wachsenden Bedarf allein stellt bereits einen Paradigmenwechsel bei den Unternehmen dar”, meint Knorr gegenüber pressetext. Allerdings seien viele Unternehmen in der Personalplanung nach wie vor von kurzfristigen Kennzahlen gesteuert. Darin bestehe “erheblicher Nachholbedarf”. Während trotz der Wirtschaftskrise derzeit eine um zwölf Prozent steigende Nachfrage nach Top-Talenten zu verzeichnen ist, prognostiziert die Untersuchung in den kommenden drei bis fünf Jahren einen drastischen Talentmangel. Besonders in den Bereichen IT/Engineering und Verkauf sei mit einem um rund 70 Prozent höheren Bedarf zu rechnen. Angesichts einer sich zuspitzenden demographischen Entwicklung würden die Engpässe folglich sogar auf über 80 Prozent wachsen. Davon sei Europa im weltweiten Vergleich am stärksten betroffen. Die Bedeutung einer strategischen Personalplanung wird der Analyse zufolge mit 81 Prozent zwar vom überwiegenden Großteil der Unternehmen hoch eingeschätzt. Um für den langfristigen Gesamterfolg der Unternehmen zufriedenstellende Ergebnisse zu erzielen, werde die Personalplanung jedoch zu unstrukturiert durchgeführt. Nur 35 Prozent seien mit ihren Anpassungen zufrieden. Der Talentmangel äußere sich bei mehr als einem Drittel der Unternehmen derart stark, dass Änderungen an der Unternehmensstrategie vorgenommen werden müssten. In den Jahren nach der Krise werde der Stellenwert von strategischer und kontinuierlicher Personalplanung daher noch deutlich steigen. (Ende)

Aussender: pressetext.schweiz Redakteur:

Manuel Haglmüller email: haglmueller@pressetext.com Tel. +43-1-811-40-315

06.05.09

Bescheidenheit fördert die Karriere

- Bildung/Karriere -

Gehalt und Position steigt durch die Begleitung eines Mentors

Bescheidenes Auftreten fördert Kontakte, die im Beruf weiterhelfen (Foto: pixelio.de/Hofschläger)

Bonn (pte/06.05.2009/13:45) - Berufseinsteiger, die soziale Kontakte mit Kollegen und Vorgesetzten pflegen und dabei bescheiden auftreten, finden leichter einen Mentor und machen schneller Karriere. Zu diesem Schluss kommen Arbeitspsychologen der Universität Bonn http://www.aow-bonn.de im Fachmagazin Journal of Vocational Behavior. Sie analysierten den Karriereverlauf von 340 Fachhochschul- und Universitätsabsolventen in ihren ersten fünf Berufsjahren. “Je aktiver Berufseinsteiger auf andere zugehen, desto höher ist das Einkommen oder die Position, die sie in der Regel in kurzer Zeit erreichen”, berichtet Studienleiter Gerhard Blickle im pressetext-Interview.

Zentrale Bedeutung für den anfänglichen Karriereerfolg hat laut den Psychologen der Mentor. “Mentoren sind höherrangige Führungskräfte, die über langjährige Berufserfahrung verfügen. Dabei kann es sich um Menschen innerhalb oder auch außerhalb der eigenen Organisation handeln, zu denen wechselseitige Sympathie und Vertrauen aufgebaut werden”, so Blickle. In welcher Form Mentoren ihren Schützlingen unter die Arme greifen, sei höchst unterschiedlich. “Sie öffnen Türen, indem sie die Nachwuchskraft etwa bei wichtigen Leuten vorstellen, und verbreiten damit ihr positives Image. Geht einmal etwas schief, können sie rettend eingreifen und geben Ratschläge.” Durch ihre ehrliche Rückmeldung würden Mentoren auch zu mehr Zufriedenheit im Beruf führen, indem sie bei der Interpretation des Erreichten sowie beim Erkennen von Zielen behilflich sind.

Um einen Mentor zu finden, brauchen Berufseinsteiger gute soziale Kompetenz, das Erkennen des geeigneten Moments für die Ansprache sowie ein Gespür dafür, bestimmte Themen unerwähnt zu lassen. “Besonders im Umgang mit eigenen Leistungen ist Bescheidenheit angesagt”, betont Blickle. Wer gegenüber Personen aus dem Arbeitsumfeld reine Selbstbewerbung betreibe und eigene Verdienste lobe, verspiele Sympathien schnell und erhandle sich negative Leistungsbeurteilungen. “Denn unweigerlich kommt es in der tagtäglichen Arbeit auch zu Mißerfolgen, die dann viel deutlicher wahrgenommen werden.” Eine wichtige Vorbedingung sei jedoch, dass die erbrachte Leistung stimmt. “Tu Gutes und lass deine Taten sprechen”, so der Rat des Arbeitspsychologen.

In bestimmten Situationen sei Bescheidenheit jedoch wenig sinnvoll, betont Blickle. “Bei Einstellungsinterviews gilt es, hohe und anspruchsvolle Ziele zu formulieren, die dem Gegenüber Selbstvertrauen signalisieren und auf eine entsprechende Basis schließen lassen.” Bewerbern käme zugute, dass potenzielle Arbeitgeber in der Regel nur unvollständige Informationen besitzen, die nicht immer eindeutig überprüft werden können. Eine Selbstvorstellung auf Facebook oder auf anderen Sozialen Netzwerken wertet Blickle als Bewerbungssituation. “Auch hier sind Angaben kaum überprüfbar, da der Besucher solcher Seiten meist nicht im tagtäglichen Kontakt mit der Person steht.” (Ende)

Aussender: pressetext.deutschland Redakteur:

Johannes Pernsteiner email: pernsteiner@pressetext.com Tel. +43-1-81140-316

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