30.08.08

Strommarkt kämpft mit bürokratischen Hürden

Pressetext Kategorie:
- Handel/Dienstleistungen -

Gesetzliche Barrieren behindern Energiehandel in Zentraleuropa

Stromhändler kämpfen mit bürokratischen Hindernissen (Foto: pixelio.de, Bernd Boscolo)

Wien (pte/30.08.2008/13:30) - Der Strommarkt in zentral- und osteuropäischen Ländern (CEE) hat mit massiven Hindernissen zu kämpfen, die den Energiehandel erschweren. Dadurch entwickelt sich der Markt in Ländern wie unter anderen Deutschland, Österreich, Tschechien oder Ungarn nur schleppend, wie die Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers (PwC) http://www.pwc.com aufzeigt. In den vergangenen beiden Jahren hätten sich die Bedingungen für den Stromhandel nicht wesentlich verbessert. Anbieter stehen weiterhin vor Grundsatzproblemen, die vonseiten der Gesetzgeber beseitigt werden müssten. Ebenso seien Regulatoren und Netzbetreiber dazu angehalten, Marktbarrieren abzubauen. Während Deutschland wie bereits 2006 von PwC zur attraktivsten Region für den Stromhandel ernannt wird, verweist die Tschechische Republik auf Platz zwei Österreich auf den dritten Rang. “Deutschland ist der größte und liquideste Markt, weshalb die Stromhändler ihn als Nummer eins angeben. Tschechien ist für die Händler im Vergleich zu Österreich im Moment attraktiver. Der dortige Markt ist größer und leichter zugänglich”, erklärt Erwin Smole, Senior Manager bei PwC, im Gespräch mit pressetext. Nach Ansicht der Anbieter sei eine unabhängige internationale Koordinierungsstelle erforderlich, um Einheitlichkeit am CEE-Markt gewährleisten zu können. “Vor allem auf drei Gebieten sehen wir Probleme, von denen insbesondere die neuen EU- Mitgliedsstaaten noch stark betroffen sind. Das sind erstens die massive Bürokratie, die den Netzwerkzugang erschwert, zweitens uneinheitliche und unzugängliche Marktstrukturen und drittens inkompatible IT-Systeme, die den Informationsfluss verunmöglichen”, so Smole. Daher seien Politik und Regulatoren gefragt, um einheitliche Systeme und abgestimmte Marktbedingungen zu schaffen. Schlussendlich würde davon hauptsächlich der Verbraucher profitieren: Allein durch bürokratische und regulative Verbesserungen sei eine Senkung des Strompreises um fünf bis sieben Prozent möglich. (Ende)

Aussender: pressetext.austria Redakteur:

Manuel Haglmüller email: haglmueller@pressetext.com Tel. +43-1-811-40-315

Kategorien
Links