12.05.09

Krise macht Top-Manager-Posten sicherer

Pressetext Kategorie:
- Bildung/Karriere -

Führungsetagen setzen in unsicheren Zeiten auf Kontinuität

Manager in Krisenzeiten fester im Sattel (Foto: pixelio.de, Harald Wanetschka)

Hamburg (pte/12.05.2009/12:15) - Die Wirtschaftskrise hat in den Führungsetagen der Konzerne weniger deutliche Spuren hinterlassen als anzunehmen. Der internationalen Strategieberatung Booz & Company http://www.booz.com zufolge wurden die Arbeitsplätze ihrer Geschäftsführer im vergangenen Jahr sogar noch sicherer als zuvor. Während im deutschsprachigen Raum 2007 noch 19,7 Prozent der CEOs ihr Unternehmen verlassen mussten, waren es im Vorjahr nur 17 Prozent. Zwar “schrumpft sich der Finanzsektor gesund”, wie Werner Eichhorst, stellvertretender Direktor für Arbeitsmarktpolitik am Institut zur Zukunft der Arbeit http://www.iza.org , im Gespräch mit pressetext klarstellt (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/090511020/ ). Angesichts der alltäglichen Hiobsbotschaften aus der Wirtschaft erscheint jedoch auch die Anzahl entlassener Finanz-CEOs mit rund einem Fünftel relativ gering. In diesem Jahr könnte sich der Jobkahlschlag bei Managern hingegen branchenübergreifend verschärfen. Der Anteil zwangsweiser Entlassungen ist im deutschsprachigen Finanzsektor von 4,4 auf 4,8 Prozent geklettert. Zwar ist die Liste gefeuerter Vorstandsvorsitzender länger als je zuvor. Die Fluktuation an den Konzernspitzen ging branchenübergreifend dennoch zurück. Obwohl den Managern angesichts zahlreicher Skandale nach wie vor ein rauer Wind entgegenschlägt, ist die Fluktuation in den europäischen sowie in den US-amerikanischen Führungsetagen um 1,9 bzw. 0,5 Prozent gesunken. Booz zufolge könnte sich dieses Bild erst 2009 drastisch ändern. So habe die Krise ihre höchsten Wellen erst gegen Ende des Vorjahres geschlagen, wodurch den Konzernen zwei bis drei relativ solide Quartale blieben. Darüber hinaus würde in wirtschaftlich schwierigen Zeiten am vertrauten Personal festgehalten, um zusätzliche Unruhe zu vermeiden. Stattdessen seien die Unternehmen auf Kontinuität bedacht. Die meisten Konzernlenker hätten ohnehin keinen Einfluss auf die Krise gehabt. Zudem könnten Ersatzkräfte in den meisten Fällen keine Änderung der Situation herbeiführen. Während der Großteil der Führungswechsel in den Konzernspitzen nach wie vor geplant ist, muss nunmehr in verschiedenen krisengeplagten Branchen mit einem höheren Anteil unbeabsichtigter Entlassungen gerechnet werden. So dürften etwa im Automobil- bzw. dessen Zuliefersektor diverse Neubesetzungen anstehen. Neben den Finanz-Managern waren insbesondere die CEOs der Energiebranche bereits im Vorjahr mit Maßnahmen konfrontiert. Hier zeigte sich die Wechselquote mit deutschlandweit rund 20 und weltweit rund 18 Prozent ähnlich hoch wie in den Finanzmärkten. Im internationalen Vergleich weist Deutschland besonders gegenüber asiatischen Managern eine geringe Fluktuationsrate auf. So stiegen die Führungswechsel etwa in Japan um mehr als sechs auf 16,9 Prozent. Zwar würden asiatische Staaten mit einer Gesamtrate von 13,2 Prozent den globalen Wirtschaftstrends stärker folgen als europäische. In Krisenzeiten seien die Unternehmen jedoch gut damit beraten, auf die Erfahrung ihrer Führungskräfte zu setzen. (Ende)

Aussender: pressetext.deutschland Redakteur:

Manuel Haglmüller email: haglmueller@pressetext.com Tel. +43-1-811-40-315

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