29.11.08

Solarbranche feilscht um Vertragspreise für Siliziumwafer

Pressetext Kategorie:
- Unternehmen/Finanzen -

Taiwanesische Hersteller drängen Lieferanten zu Preisnachlässen

Siliziumpreise fallen langsam (Foto: ersol.de)

Taipeh/Erfurt (pte/29.11.2008/13:50) - Der gegenwärtige Preiseinbruch bei polykristallinem Silizium hat bei einigen taiwanesischen Solarzellen-Herstellern dazu geführt, dass diese ihre Silizium-Rohstoffverträge mit den Händlern neu verhandeln wollen. Wie das asiatische Branchenportal DigiTimes unter Berufung auf Industriekreise berichtet, fielen die Siliziumpreise von 2,80 bis drei Dollar/Watt Anfang November dieses Jahres auf nunmehr 2,60 bis 2,70 Dollar/Watt. Da alles dafür spricht, dass die Preise in den kommenden Wochen und Monaten noch weiter nachgeben werden, streben die Hersteller an, dass zertifizierte Silizium-Lieferanten, die Wafer zur entsprechenden Weiterverarbeitung anbieten, den aktuellen Preisvorteil an die Solarbranche weitergeben.

Die Forderung der Solarzellen-Hersteller beläuft sich ersten Informationen nach darauf, dass die Silizium-Ausrüster Preisnachlässe auf 7,50 Dollar je eines sechs Zoll großen Wafers gewähren. Diese Forderung seitens der taiwanesischen Großabnehmer scheint berechtigt zu sein, da die Spotmarktpreise für einen sechs Zoll großen polykristallinen Siliziumwafer zuletzt auf sieben bis maximal acht Dollar gefallen sind. Als Ursache für diesen deutlichen Preiseinbruch machen Branchenkenner die schwächelnde weltweite Nachfrage verantwortlich. Gegenüber pressetext wies Karsten von Blumenthal, Analyst bei SES Research http://www.ses-research.de , jüngst darauf hin, dass eine mögliche Kreditklemme dazu führen könnte, dass Solarfirmen zwar teurer produzieren, aber billiger auf dem Markt verkaufen müssten. Eine Kreditklemme sieht der Insider 2009 vor allem in Hinblick auf die Finanzierung von Großprojekten durch die Banken.

Angesichts der zunehmend schwieriger werdenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind taiwanesische Solarhersteller inzwischen dazu übergegangen, die Lieferanten in konzertierten Bemühungen zu einer Anpassung der Vertragspreise zu drängen. Solche Verhandlungen sind jedoch schwierig, da Lieferverträge im Einzelfall von bestimmten Abnahmevolumen, Preisen und anderen Lieferbedingungen abhängen. Wie pressetext vom Thüringer Solarunternehmen ersol http://www.ersol.de erfuhr, ist der Siliziumpreis des Herstellers Hemlock Semiconductor Corporation für die gesamte Vertragslaufzeit fest mit den Ostdeutschen vereinbart. “Es ist vorgesehen, dass ersol Anzahlungen, sogenannte ,Downpayments’, im zweistelligen Mio.-Euro-Betrag leistet, die später bei Bezug des Rohstoffs in Form einer Kaufpreisreduzierung angerechnet werden”, heißt es gegenüber pressetext. Mit neuem Silizium-Marktmaterial von Newcomern rechnet man vorerst aber nicht. (Ende)

Aussender: pressetext.austria Redakteur:

Florian Fügemann email: fuegemann@pressetext.com Tel. +43-1-81140-305

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